Interessantes auf der Photokina 2018
Vielleicht das kommende Projekt mit dem meisten Potenzial, um Sony die Stirn zu bieten

Impressionen von der Photokina 2018

Die Photokina 2018 ist auch schon wieder vorbei. Ich war dann (nach dem Heimspiel) Donnerstag und Freitag in Köln, um mir das Spektakel anzuschauen. Tatsächlich ist die Möglichkeit mit netten Menschen zu schnacken und neue Kontakte zu knüpfen für mich von wesentlich größerer Bedeutung bei dieser Messe, als neue Technik anzufassen.

Auch ist das Sterben der Photoindustrie an der Photokina 2018 sehr gut festzustellen. Ich will ja gar nicht von den 11 Hallen in den 80ern träumen, aber gerade noch 5 Hallen? Davon war dann eine Halle der Playground von Olympus. Diesen spielerischen Umgang mit der Photographie finde ich im Rahmen einer Messe, die sich immer mehr an Consumer richtet, durch aus sinnvoll. Jedenfalls ist er wesentlich besser als die hohe Anzahl von Stellflächen für irgendein belangloses Fuji Projekt, bei dem wohl jeder eingesendete Schnappschuss ausgestellt wurde. Ein richtiger Lückenfüller ohne Spaß an der Fotografie zu bereiten – das waren eher abschreckende Beispiele. Also dann lieber Olympus Playground, aber diese beiden platzfüllenden Angebote zeigen den geringen Anteil an Fläche für spannende Projekte.

Die gab es teilweise auch nur als Mockup zu sehen, denn im Mai ist ja schon die Photokina 2019. Welcher Aussteller soll sich in diesem kurzen Zeitraum zwei Messen leisten können?

Einige haben wohl eh ordentlich zu kämpfen. Zeiss – nicht anwesend. Nikon – eine kleine Ecke neben den ebenfalls deutlich verkleinerten Leica Leuten. Bei Canon hingegen immer eine Schlange vor den neuen, spiegellosen R Modellen.

Spannendes auf der Photokina 2018?

Spannendes gab es auf der immer noch weltgrößten Photomesse aber trotzdem zu sehen, wenn eben auch eher auf den kleinen Ständen. So würde ich aktuell davon abraten neue Belichtungsmesser zu kaufen – der kleine Anbieter lumu bringt in naher Zukunft was ganz Starkes für dein iPhone auf den Markt. Ich hatte – dank meinem Kumpel Marco Larousse und seinem empfehlenswerten PPN Podcast – das Vergnügen, mir den Prototypen vom Lumu Pro ausführlich anschauen zu können. Das ist für mich die Innovation für alle Hochzeits- und Eventfotografen. Du kannst nämlich einfach das Umgebungslicht messen und der Lumu Pro sagt dir, welche Folie du am Besten auf deinen Blitz packst, damit die Lichtquellen optimal zueinander passen. (Falls du gerade nur Bahnhof verstehst, kannst du ja noch mal meinen Blogpost zum Thema „richtiges Blitzen“ durchlesen.

An dieser Stelle auch vielen Dank an Cosyspeed für die freien Drinks am Donnerstag Abend. Und wenn du ein wunderschönes Magazin zur Streetphotography in Deutschland lesen möchtest, kann ich dir „Soul of Street“ empfehlen. Ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Projekt, dass wirklich unterstützenswert ist.

Was ich natürlich auch an der Photokina 2018 nicht verstanden habe, sind die Menschen, die ein T-Shirt mit ihrem Namen und dem Zusatz „Fotografie“ plus URL tragen, gefühlt ihre komplette Ausrüstung im Rucksack über die Messe buckeln, aber keine Kamera in der Hand haben. Wenigstens gab es dieses Jahr erfreulicherweise kein Bodypainting an nackten Frauen und Horden Männer mit 70-200 Objektiv ohne Sicherheitsabstand.

Ein paar schöne Eindrücke der Messe konnte ich trotzdem einfangen…

Stefan Groenveld

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Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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