Einmal im Jahr zieht es mich ins Audimax der Uni Hamburg. Einmal im Jahr findet dort die großartige Veranstaltung „Get in the Ring“ statt. So auch 2013 wieder und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Veranstalter Till Görres jedes Jahr spannendere, weil ausgeglichenere Kämpfe zusammengestellt bekommt. Und ich will gar nicht wissen, wieviel Arbeit da dahinter steckt…
Also gab es auch dieses Jahr wieder packende Zweikämpfe und fairen Sport zu sehen. Ganz ehrlich: auch wenn diese Veranstaltung wieder sehr gut besucht war, wünsche ich mir doch, dass das Audimax mal aus allen Nähten platzt. Beim Kickboxen gibt es in einer Runde mehr Action als beim Boxen in den ganzen 12 Runden – und da sitzen ja auch Millionen vor den Fernsehschirmen. Die Sportler und Sportlerinnen hätten es echt verdient. Obwohl diese Sportart gefährlich aussieht, passiert relativ wenig, denn die Kontrahenten gehen recht fair miteinander um.
In drei Mal drei Minuten versuchen die Gegner sich mit Fäusten und Füssen aus der Puste zu bringen. Es gibt immer einen Gewinner. Entweder durch KO oder Aufgabe des Gegners oder wenn die Ringrichter entsprechend gewertet haben. Bei letzterem kann es passieren, dass die Ringrichter zu einem Unentschieden kommen und dann wird einfach noch eine weitere Runde gefightet. Ist am Samstag auch passiert und das fast logischerweise in einem der spannendsten Kämpfe. Mir taten die beiden Kontrahenten da schon etwas leid, denn nach drei Runden waren beide Fighter ziemlich fertig. Sich da noch mal zu konzentrieren und Kräfte zu mobilisieren fällt bestimmt nicht leicht.
Ich ziehe jedenfalls den Hut vor diesen Sportlern und diesem Sport. Auch aus Fotografensicht ist K1 echt Weltklasse, denn der Kamera wird in fast jeder Sekunde was geboten. Da kannst Du hinterher Stunden damit verbringen, die besten Szenen rauszusuchen 🙂
Und bei nächster Gelegenheit erzähle ich dir dann noch die Geschichte von dem Topkampf des Abends, bei dem ich mit einem Bild nach Hause gegangen bin.