Ironman Triathlon in Hamburg 2017

Sonntag, 13. August 2017, um 6:30 Uhr bin ich zusammen mit tausenden Sportlerinnen* und Zuschauerinnen am Jungfernstieg: der erste Ironman in Hamburg findet statt. Während diese Stelle Hamburgs um diese Uhrzeit normalerweise auch in der Woche eher als ausgestorben zu bezeichnen ist, warten nun alle auf den Start vom Ironman. Dieser Triathlon hat seinen Namen zurecht: 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km Laufen – für jede einzelne dieser Disziplinen bräuchte ich vermutlich einen Tag, aber die hier anwesenden 2500 Sportlerinnen wollen alle drei Disziplinen an einem Tag schaffen. Ich begleite das Sport Event für 12 Stunden mit meiner Kamera und fiebere mit vielen mit…

Unter anderem ist auch Schauspieler Stephan Luca am Start. Er sammelt für jeden zurückgelegten Meter Spendengelder für Viva con Agua. Seine Vorbereitungszeit war gering, aber er macht auch bei den größten Anstrengungen eine gute Figur. In gut 15 Stunden wird er die Strecke überstanden haben. Er ist einer meiner Sieger – auch ohne einem Platz auf dem Siegerpodest.

Diesen bekommen nur die drei Damen und Herren der Profis, die die Strecken in gut 8 Stunden bewältigen. Für mich sind diese Podestplätze – bei aller Ehrschätzung dieser Leistung – heute nur nebensächlich. Ich fiebere mit den sogenannten Jedermänner und -Frauen mit. Einige hatten mir vorher ihre Startnummer gesagt und ich versuche sie im Dickicht der Menschen mit meiner Kamera einzufangen. Vorher habe ich mir entsprechende Leute als Favoriten auf der Ironman Webseite abgelegt. Dank Transponder werde ich immer zeitnah über den Aufenthaltsort informiert. Trotzdem sehe ich den einen oder die andere erst, wenn sich schon neben mir sind. Alles geht irgendwie sehr schnell. Von außen wirkt alles professionell. Über 2000 Helferinnen sorgen für einen reibungslosen Ablauf und die Zuschauermassen an den Strecken feuern ihre Heldinnen an.

Auf der Zielgeraden findet die Begeisterung auf beiden Seiten ihren Höhepunkt. Stundenlang applaudieren Menschen den Sportlerinnen. Diese sammeln ihre letzten Kräfte und feiern den Sieg über ihren inneren Schweinhund. Manche schreien ihre Freude heraus, andere weinen vor Glück. Im Ziel bekommen alle eine Medaille und eine Rettungsdecke.

Ich bedanke mich sehr herzlich bei meinem Lieblingshotel in Hamburg Scandic Emporio für den Auftrag, den Ironman für sie fotografisch zu begleiten – und den VIP Zugang, der mir den Tag versüsst hat.

* – wegen einer leichteren Lesbarkeit gendergerechter Sprache verzichte ich auf die Nennung der männlichen Form, meine sie aber natürlich trotzdem mit!

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Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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