Retina Display
Retina Display und normales Display
Retina Display und normales Display
Stefan Groenveld

Aktuell habe ich ein Macbook Pro mit Retina Display von Apple zum Testen gestellt bekommen, damit ich es mal unter meinen Bedingungen ausprobieren kann. Herzlichen Dank dafür 🙂

Am Spielfeldrand nutze ich ein Macbook Air mit 13 Zoll Monitor und 256MB SSD, weil es schnell und leicht ist. Es ist noch die Version mit einem Dual Core Chip – also nicht gerade das schnellste und neuste mobile Gerät mit Tastatur von Apple. Allerdings brauche ich das Macbook eh nur zum Bilder sichten, beschriften und verschicken. Die Bildbearbeitung unterwegs ist selten und rudimentär – zumindest auf dem Macbook Air. Für alles andere habe ich ja in meinem heimatlichen Büro einen iMac.

Apple hat mir deswegen auf meinen Wunsch hin “nur” das 13 Zoll Macbook Pro testweise zur Verfügung gestellt. Ich wollte ein Gerät vergleichbarer Größe zu meinem aktuellen Unterwegsarbeitsgerät haben, um für mich herauszufinden, ob mir das Retina Display wirklich was bringt. Vermisst habe ich nämlich am Macbook Air bis jetzt noch keins.

Nach dem Auspacken des Test-Macbook Pro habe ich das Offensichtliche schnell bemerken können: ein neues Gerät ist immer schneller als ein älteres Gerät. Die Technik schreitet eben voran. Der Geekbench ist beim Pro fast dreimal so hoch wie bei meinem zwei Jahre alten Air, allerdings beträgt der Wert auch nur die Hälfte von meinem iMac.

Zum Bilder sichten nutze ich die wunderbare Software Photomechanic – eine genau auf diese Aufgabe optimierte Software. Um die rund 1600 Bilder vom letzten Spiel des FC St. Pauli nach Aufnahmezeitpunkt sortiert als Thumbnail darzustellen, braucht Photo Mechanic auf dem Air wirklich schnelle 16 Sekunden. Unter Lightroom hast Du da vermutlich schon nicht mal den Importvorgang begonnen 😉 Jedenfalls dauert die gleiche Aufgabe auf dem Macbook Pro gerade mal 4 Sekunden. Wie ich schon vermutete: neue Geräte sind immer schneller. Das war also zu erwarten, wenn auch vielleicht nicht so deutlich.

Wirklich neugierig war ich auf das Retina Display. Und das hat mich wirklich aus den Socken gehauen. Wenn du glaubst, du hättest einen scharfen Monitor, dann hast Du noch nie auf ein Retina Display geschaut. Ich habe mal versucht, das tolle Seherlebnis in Bilder einzufangen, was wirklich nicht leicht ist.

Beide Monitore sind nicht kalibriert, da ich unterwegs nicht farbecht arbeiten muss. Der Bildschirmhintergrund ist übrigens diese Szenerie aus Helgoland.

Was sonst noch auffällt: das Macbook Pro ist geringfügig kleiner als das Air gleicher Monitorgröße. Das Gewicht vom Pro ist nicht ganz 300g höher als beim Macbook Air.

Im harten Einsatz hatte ich das Macbook jetzt noch nicht, aber nächstes Wochenende ist ja wieder ein sportlicher Fotoeinsatz angesagt…

11 Bemerkungen
  1. Beim letzten Bild kann man schön sehen, wie sich die Tastatur in den Displays spiegelt – entspiegelt gibt es diese Displays vermutlich nicht?

  2. 264dpi in der Darstellung am Schirm sind schon eine andere Hausnummer als schmale 96 … @ Sam : nö, in “matt” gibts die nicht, allerdings sind die Reflexionen gegenüber einem “herkömmlichen” Display schon arg reduziert. In der Sonne sind alle Mist, ob entspiegelt oder nicht 😉

  3. ich habe es die Tage für einen Kollegen gekauft. Bis ich es zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich so, “Retina, na und?”.
    Nachdem ich das Gerät dann stundenlang eingerichtet habe, und wieder an meinem MacBook saß, dachte ich erstmal, das Ding ist kaputt. 🙂
    Der Unterschied ist schon heftig …

  4. Hallo zusammen.. Hab mir jetzt auch ein Mac mit Retina Display gekauft.. Jetzt wollte ich mir Elements 12 kaufen und lese das es für den Mac nicht optimiert ist.. Kann mir jemand ein anderes bildbearbeitungsprogramm empfehlen??

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