Esso Häuser Reeperbahn
Stefan Groenveld

Heute ist der dritte Advent. Weihnachten rückt näher. Alles bereitet sich auf ein besinnliches Fest vor. Gestern Nacht war für etliche Bewohner damit plötzlich Schluss. Um 22:30 Uhr wurden die Esso-Häuser auf der Reeperbahn geräumt. HH-Mittendrin berichtete als Erstes

Um die Häuser gibt es seit vielen Jahren einen Streit zwischen Bewohnern und Investoren. Dringende Sanierungsarbeiten wurden seit Jahren nicht vollzogen. In der Nacht hieß es dann “akute Einsturzgefahr”, während im Molotow noch ein Konzert lief. Der Katastrophenschutz ist vor Ort, die Investoren lieferten belegte Brötchen.

Ich bin dann heute mal in die Nachbarschaft geradelt, um mir ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Als ich die Weihnachtsbeleuchtung in einem der Fenster in den Esso Häuser gesehen habe, hat mir das noch mal sehr deutlich gemacht, dass es gar nicht um die Häuser auf der Reeperbahn geht. Es geht um die Menschen, die dort ihr Zuhause haben.

Just in dem Augenblick, als ich am zur Absperrung errichteten Zaun ein paar Fotos machen wollte, kamen gerade etliche der Bewohner der Häuser vorbei und zogen mit ihren wenigen Habseligkeiten in das große Zelt am Spielbudenplatz. Ein paar Tüten, ein Käfig, Kaninchenstreu,… Mir ist zum Heulen.

6 Bemerkungen
  1. Wenn ich mich nicht ganz irre, dann lag HH neulich bei den Pro Kopf Einkommen, die irgendwo – ich hab’ vergessen wo – genannt wurden vor München auf Platz eins. Und das – die sog. Esso-Häuser – ist dann eben die hässliche Kehrseite: Spekulation. Was aber sicher kein Hamburg-Problem ist. Heute Abend noch mal beim Durchschalten im NDR gesehen, ein kurzer Bericht. Für die Nicht-Nordlichter. Warum Esso-Häuser? Ganz profan, weil eine Esso-Tankstelle davor liegt? Oder gibt es noch eine Erklärung?

    Ralf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vielleicht magst du auch folgende Beiträge lesen