Paris – Metro
Stefan Groenveld

Die letzten drei Tage war ich mit zwei Fotofreunden in Paris und habe diese Stadt ein klein wenig kennengelernt. Es wird noch ein paar Tage dauern, bis ich die Eindrücke verarbeitet und die Bilder gesichtet habe. Einen kleinen Teaser liefere ich Dir heute trotzdem schon. Ausnahmsweise mal ein kleines Video, gedreht mit dem iPhone und der App CP Pro, auf einer unserer zahlreichen Metro-Fahrten. Solche Musik hätte ich gerne im HVV…

Und dann habe ich hier noch ein Bild. Als ich auf meinem Weg zum Grab von Jim Morrison – vor 31 Jahren in Paris gestorben – an dieser Szenerie vorbeikam, musste ich sofort an Jay Maisel denken. Dieser wunderbare New Yorker Fotograf hat mich schon auf manchen Gedanken gebracht. So auch diesmal, denn ich hatte in Erinnerung, dass er gerne spielende Menschen durch defekte Zäune fotografiert – das ergibt, wenn Jay Maisel es macht, interessante Strukturen. Einen defekten Zaun hatte ich zwar nicht, aber dafür ein manuelles Tele zur Hand. Auch wollte ich keine Strukturen, ich wollte eine Spielszene einfangen. Obwohl ich mit Sportfotografie ein klein wenig Erfahrung habe, ist das Fotografieren sich unkontrolliert bewegender Objekte mit dem Zeiss Makro-Planar T* 100mm f/2 ohne Autofokus und bei Offenblende schon eine Herausforderung. Zumindest wenn Du, wie erwähnt, unbedingt eine Spielszene ablichten willst. Es ist mir gelungen, beim ersten Versuch – viele weitere nachfolgende Versuche haben nicht ansatzweise diese Qualität.

Wegen solcher Augenblicke nehme ich gerne die Kamera zur Hand. Minutenlang auf den richtigen Moment wartend. Wie so ein kleines Raubtier. Ein kleiner persönlicher Glücksmoment, den ich gerne mit Dir teile.

Ach ja: fast hätte ich die Schliessungszeiten des Friedhofs mit Jim Morrison’s letzter Ruhestätte verpasst.

9 Bemerkungen
  1. Oh je, Blasmusik in der Metro und es gibt minutenlang kein Entkommen 😉

    Das Bild ist gefällt mir, eine schöne Szene hast du da eingefangen. Mein Blick bleibt aber nicht nur bei den Jungs, denn er wird magisch davon angezogen, dass sich die senkrechten Streben in der Balkonbrüstung der Häuser dahinter wiederholen. Cooler Nebeneffekt!

  2. Die Musik ist natürlich wirklich grauvenvoll. Sind die U-Bahnen eigentlich immer noch so schmutzig. Ich war vor einigen Jahren in Paris und ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie schmutzig doch immer wieder die Bahnen in den großen Städten sind. New York ist auch so ein Kandidat. Ansonsten freue ich mich auf die Fotos. Paris ist sonst eine wunderschöne Stadt mit tollen Menschen.

    1. Ich finde New Yorks Bahnen deutlich schmutziger. In Paris hat es mich sehr sehr wenig gestört.
      Die Musik finde ich übrigens wirklich toll und den Mitreisenden hat es wohl auch mehrheitlich gefallen.

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