Ein denkwürdiger Nachmittag mit viel zu vielen Facetten. Das ist bei solchen Spielen auch völlig normal. An zu vielen Stellen passiert etwas und es ist unmöglich alles zu sehen. Daher jetzt schon die Aufforderung meine Sichtweise nicht als einzige zu nehmen. Lest auch die anderen Blogs. Am Ende des Beitrags sammle ich die Links.

Jedenfalls war die Niederlage vom FC St. Pauli gegen den anderen Verein Hamburgs verdient. Selbst, wenn der HSV gefühlt nur 4 mal auf’s Tor geschossen hat, aber heute das Glück deutlich besser erzwungen hat als die Jungs in braun und weiß. Die wirkten in der ersten Halbzeit gehemmt und in der zweiten bemüht. Sich zu bemühen ist bei einem Derby aber zu wenig. Da musst du brennen.

Davon war auf den Rängen schon deutlich mehr zu spüren. Da war vor allem vor dem Spiel viel Derbystimmung. Leider war die danach ungleichmäßig verteilt. Während der Support auf der Gegengerade schnell weniger wurde, übernahmen Hitzköpfe auf der Süd bis das Spiel kurz vor dem Spielabbruch stand.

Pyrotechnik ist kein Verbrechen?

Natürlich kann man an der Stelle mal darüber diskutieren, wie unnötig ein Verbot von Pyrotechnik seitens DFL und DFB ist. Beim Stadtderby ist ja nun wirklich sehr viel gezündet worden, aber wirklich passiert ist sehr wenig (zumindest aus meiner Sicht und ich habe ja teilweise direkt davor gesessen). Das soll die Aktionen nicht schönreden, aber durchaus in ein anderes Verhältnis setzen. Man stelle sich nur vor, es gäbe legale Pyroecken – dann wäre noch weniger passiert.

Solange Pyrotechnik aber verboten ist, muss niemand nach vorheriger Ermahnung des Schiris und Kommunikation zwischen Mannschaftskapitän und Capo glauben, er könne sich über alle Gesetze hinwegsetzen. Die Frustration über diesen Alleingang weniger war auf weiten Teilen der Süd tief zu spüren. Ich bin mir sehr sicher, dass das intern heftig diskutiert wird.

Die Fans vom FC St. Pauli standen mal für innovativen und lustigen Support. Davon ist heute nur ein wenig Größenwahn übrig geblieben, der vor dem Spiel den gegnerischen Fans vorgeworfen wurde.

Die meiste Zeit meines Lebens war ich kein Derbysieger. Es ist schade, dass ich nun wieder keinen Derbysieg am Millerntor erleben durfte. Aber ich werde es problemlos überleben. Der FC St. Pauli ist viel mehr als Fussball. Sogar mehr als Größenwahn…

Weitere Artikel zum Derby:

Und jetzt noch etwas Foto-Nerdkram

Ich habe mir Samstag noch schnell die Sony Alpha 6400* gekauft – die neue Crop-Kamera, die die Technik der A9 bzw A7III in einen kleinen Body gepackt hat. So wird aus meinem 100-400mm Objektiv ein 150-600mm Objektiv. Und der Autofokus ist absolute Granate… Wahnsinnsgerät für nur knapp über 1000€ – eine echte Ansage an die anderen Anbieter in dem Segment. Vielleicht schreibe ich in einem späteren Beitrag noch mal was zur Kamera…

25 Bemerkungen
    1. Die mit der Banane? Ja, habe ich auch – aber nicht verstanden. Von daher danke für deinen Kommentar, nun weiß ich mehr….

  1. Tja, was soll ich sagen… „Die Fans von St. Pauli standen mal für innovativen, lustigen Support…“ spricht mir aus der Seele – das war früher wirklich deutlich besser.
    Dies Egosch***** von einer größeren Ultragruppe versaut vieles – und ehrlich weiß ich nicht, ob es dafür Begünstigungen geben sollte – Resultate: Satte Strafe, Stimmung gespalten (und somit kein uneingeschränkter Support der Mannschaft…) und fast ein Spielabbruch…
    Da sollten sich die Ultras mal gut überlegen, was das für eine Hilfe ist.
    Forza St. Pauli – ohne Größenwahn und für die Mannschaft…

  2. Wir hatten mal eine Zeit eine Diskussion unter dem Motto “bring back St. Pauli” – es wird zeit, diese in neuem Rahmen aufzurollen…das war ein Tiefschlag für alle, die es vor etwa 30 Jahren begonnen haben, für alle, die das von Dir genannte Image aufgebaut haben. Davon ist wenig da…

  3. Ich steh seit Jahren in der Gegengerade, die Stimmung gestern bei einem Derby echt erschreckend, ich war schockiert. Auch waren soviel fremde da, irgendwie war das gestern nichts.

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