Tschüss 2014, Hallo 2015

Jahresrückblicke vor Silvester zu veröffentlichen, haben für mich einen faden Beigeschmack. Daher schreibe ich meinen niemals vorher. Und das war auch dieses Jahr wieder die richtige Entscheidung. Sonst hätte ich eine schöne Geschichte rund um einen Kamerakauf nicht erzählen können.

2014 war ein gutes Jahr. Ich habe sehr viele, sehr nette Menschen getroffen und mit ihnen viel Schönes erlebt. Nur sehr wenigen bin ich auf die Füße getreten – vielleicht bekomme ich das 2015 umgebogen, denn es war niemals meine Absicht. Sorry dafür!

Ein besonderes Erlebnis möchte ich in 2014 hervorheben. Frauke war vor einigen Jahren bei einer Anti-Nazi-Demo so „unglücklich“ von einem Polizisten umgestossen worden, dass sie Monate brauchte, um wieder am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Ich war im Frühjahr in der äußerst ehrenvollen Situation, dass sie nach sehr langer Zeit wieder vor einer Kamera stehen wollte – meiner Kamera. Da ist mir mal wieder klar geworden, welche wunderbare Möglichkeit mir die Kamera in der Hand bietet. Meine Zeit mit Frauke hat mich nachhaltig beschäftigt. Rund zwei Stunden ging zwischen uns beiden und der Kamera fast gar nichts. All meine Fingerfertigkeit, die ich mir mit kameraungeübten Menschen in den letzten Jahren angeeignet habe, liefen ins Leere. Ich startete einen letzten Versuch. Plötzlich haben wir in einer Viertelstunde – bevor der große Regen einsetzte – eine Fülle von großartigen Aufnahmen gemacht. Nicht für irgendein Modemagazin, sondern ganz persönlich für Frauke. Ich habe die Bilder bis heute nicht in meinem Blog gezeigt, aber sie freut sich seit unserem Treffen über neue Bilder von sich – und zeigt sie ihren Freunden auf Facebook. Danke für Dein wahnsinniges Vertrauen, Frauke.

Ach ja: die oben angedeutete schöne Geschichte zum Kamerakauf: erst gegen Ende des Jahres hat mich der Kamerakaufvirus wieder infiziert. Allerdings nix Neues, sondern eine alte analoge Leica M6 zog vor vier Wochen bei mir ein. Unsere Liaison währte allerdings nicht lange: ich stand gerade mitten in Barcelona als das Zeitwahlrad sich löste. Wieder mal Glück im Unglück: als letzter Kunde 2014 ging ich mit neuerer und noch schönerer M6 aus dem Leica Laden – ohne Aufpreis. Toller Service 🙂

Zu guter Letzt danke ich allen lieben Menschen um mich herum – und das sind wirklich erfreulich viele. Das letzte Bild der obigen Galerie zeigt allerdings einen ganz besonderen Menschen an meiner Seite. Danke, dass Du das alles mit mir mitmachst und mir soviel Kraft und Unterstützung gibst. Du bist wirklich deutlich mehr als „meine bessere Hälfte“. Danke, meine liebste Ehefrau <3

Herzlich Willkommen in meinem Blog

Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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