Barcelona

Am ersten Weihnachtsfeiertag schnappte ich mir meine Liebste und wir flogen für ein verlängertes Wochenende nach Barcelona. Überraschenderweise trafen wir am Hamburger Flughafen noch Ralle und ich hatte überhaupt nicht auf dem Schirm, dass meine Frau ihn ja noch nie aus der Nähe gesehen hatte. Total unhöflich von mir, die beiden nicht namentlich bekannt zu machen. Vielleicht aber auch ganz gut, denn die superfreundliche Art von Ralle kam bei meiner Frau sehr gut an. Sie schwärmte wochenlang von ihm. Und ich konnte und kann nichts Negatives dagegenhalten. Schlimm…

Gut, dass Ralle nach London geflogen ist.

Von Barcelona hatte ich bis dahin nur Positives gehört und da ein paar warme Tage mitten im beginnenden Winter von mir gewünscht wurden, war Barcelona das favorisierte Reiseziel unter mehreren Optionen. Einerseits kann ich sagen, dass wir damit alles richtig gemacht haben, denn das Wetter war tatsächlich wunderbar. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit der Stadt nicht richtig warm geworden bin. Mir und auch meiner Frau war die Stadt viel zu touristisch. Klar, am Anfang schaut man sich das Gängige an, aber abends im Hotel entdeckten wir dann, dass wir an einem Tag 200 Seiten vom Reiseführer erlaufen hatten. Wahnsinn. Glücklicherweise gab mir Miguel dann via Facebook-Chat noch ein paar Tipps. Das war toll. Gerade in den nicht so touristischen Gegenden fühlten wir uns wohler. Problem war da nur, dass immer, wenn wir Lust zum Beispiel auf einen Nachmittagskaffee hatten, die entsprechenden Cafés geschlossen hatten. Mal im Ernst: wie kann man auf die Idee kommen, zwischen 15 und 17 Uhr Cafés zu schliessen? Im Sommer macht diese Siesta sicherlich Sinn, aber mitten im Winter? Also wir haben uns nicht gut aufgehoben gefühlt. Vermutlich müssen wir öfter hin, um uns den Charme zu erarbeiten.

Fotografisch habe ich trotzdem ein paar Bilder mitgebracht. Alles fotografiert auf Film! Kodak Portra 400 war der Film meiner Wahl in meiner Leica M6. Diese Kamera verlor am letzten Reisetag dann das Zeiteinstellrad. Glücklicherweise kann man die Zeiten dann trotzdem noch mit einem Kugelschreiber einstellen. Ein Hoch auf die Mechanik. Ich musste nur ein wenig bei den Zeiten mitzählen.

Die Vögel haben uns gefühlt übrigens während der ganz Zeit verfolgt. Ihr typisches Gezwitscher durchdrang immer wieder auch den Autoverkehr…

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