Am Wegesrand

Gestern hatte ich einen sonnigen Auftrag in Plön. Auf dem Rückweg stand die Sonne schon tief, als mein Blick die leicht hügelige Wiesenlandschaft entlang der B430 streifte. Plötzlich sah ich ein nicht bewirtschaftetes Feld und in nahezu perfekter Ausrichtung den Sonnenuntergang dahinter. Ich überlegte kurz, beobachtete den hinter mir fahrenden Verkehr, setzte bei nächster Gelegenheit den Blinker und wendete.

Direkt vor dem Feld nutzte ich einen schmalen Streifen zum Parken. Ich schnappte mir die Fuji X-E1 mit angesetztem 35mm und machte mich auf Motivsuche.

Als ich wieder ins Auto stieg, sah ich, dass ich 20 Minuten unterwegs war. Und spontan fragte ich mich, warum ich jetzt 20 Minuten Gräser und Blümchen fotografiert habe. Der Social Media Junkie in mir twitterte:

Die Resonanz auf den Tweet zur späten Stunde deute ich so, dass auch andere Menschen sich die Zeit genommen hätten. Es beruhigt mich zu wissen, dass ich offensichtlich nicht der einzige Bekloppte auf dieser Welt bin.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass die 20 Minuten drauflosfotografieren von Motiven am Wegesrand völlig ausserhalb meines Beuteschemas so gut wie ein Kurzurlaub war. Seele baumeln lassen, Abstand gewinnen vom müssen, einfach machen und nicht groß drüber nachdenken. (Letzteres geht mir der Fujiknipse eh echt gut.)

Ein fröhliches Lied pfeifend bin ich dann nach Hause gefahren…

Trage dich in den Newsletter ein und erfahre von neuen Beträgen als Erstes!