Helgoland hat wirklich einen tollen Erholungswert. Ich bin nach dem Wochenende immer noch relaxed, obwohl ich gerade 2 Tage Dauerstress hatte. Die Vögelfreunde unter uns habe ich ja schon mit Bildern versorgt, hier kommen nun die anderen Impressionen von meinem Kurztrip.

Das führt mich dazu, kurz etwas über die Nikon D4 zu schreiben. Die Bilder sind nämlich alle im Blendenvorwahlmodus entstanden. Ich, der sonst immer nur im manuellen Modus belichtet, habe mein Belichtungsgehirn Urlaub machen lassen und wollte einfach mal sehen, was diese neue 3D-Color-Matrixmessung III mit 91.000-Pixel-Sensor so kann. Eine Menge, wie ich finde. Selbst bei den extremen Gegenlichtsituationen gab es keine großartige Notwendigkeit in die Automatik einzugreifen. EV von plus oder minus 0,3 oder 0,7 sind nun wirklich nicht der Rede wert und im Zweifelsfall auch nachträglich im RAW-Bildbearbeitungsprogramm Deiner Wahl korrigierbar.

Und noch etwas: die meisten dieser Bilder hätte ich nämlich mit einer D3 nicht machen können. Das ist doch eigentlich immer das Spannende bei einer neuen Kamera – welches Limit wird in welche Richtung gepusht. Warum hätte ich die Bilder nicht mit der D3 machen können? Weil es zu hell war. Einige Bilder entstanden bei Offenblende 1.4 und 1/6400s bei – eben – ISO50! Mit einer D3 wären die Bilder überbelichtet gewesen. Die Kamera kann nämlich nur ISO100. Da fehlen also mindestens eine 2/3 Blende. Wieso mindestens? Weil ich bei der D3 nie das Gefühl hatte, dass ISO100 tatsächlich die Hälfte von ISO200 ist. Mathematik ist eben nur die halbe Miete, aber die Physik lässt sich nicht beschummeln. Jeder, der schon mal was vom Schwarzschildeffekt gehört hat, wird mir Recht geben, auch wenn das auf der anderen Seite der Belichtungsskala passiert.

Also: alle jubeln über das neue High-ISO Monster und ich poste ISO50 Bilder. Schön merkwürdig, dieses Internet…