Bäume und Wasser
Stefan Groenveld
Am Sonntag hatte ich eine Privataudienz beim Stilpiraten. Endlich haben Steffen und ich mal wieder Zeit gefunden, miteinander zu quatschen. Wir sind ja so vielbeschäftigt. Naja – er mehr als ich.

Steffen kenne ich ja noch als Graphikdesigner mit einer D90 – aufmerksame Buchleser haben vielleicht mein Schnappschuss von ihm gesehen. Das mag anbiedernd klingen, aber so ist es nicht gemeint. Ich freue mich wirklich, Steffens Weg durch die Fotografie von Anfang an gesehen zu haben. Seine Zielstrebigkeit sich als Fotograf auf dem Markt durchzusetzen, kann ich nur mit großem Respekt bewundern.

Und so saßen wir dann am Küchentisch, tranken indischen Tee und sprachen über Workflows. Und dann spazierten wir bei nasskaltem Wetter durch die Heidelandschaft, fotografierten mit Miniequipment Natur und unterhielten uns über Blogs, Fotos und Kommentare.

Es ist für mich immer wieder schön zu erleben, wie man unterschiedlicher Meinung sein kann und trotzdem sich auf einer Wellenlänge trifft. Wie man Dinge unterschiedlich angeht und doch immer wieder Kreuzungspunkte bemerkt, an denen man Gleiches tut und denkt. Ein sehr erfrischender Tag in der Nordheide. Danke, Steffen.

Fotografisch habe ich Dir Bilder mit der D7000 bestückt mit dem 24mm f/1.4 mitgebracht – alles mehr oder weniger Langzeitbelichtungen, frei Hand. Wenn schon Natur – knipse ich ja sonst nicht – dann wenigstens mit einer Kombination zu der vermutlich nicht jeder gleich zurückgreift, wenn Naturfotos angesagt sind. Ist das jetzt Kunst? Vielleicht. Warum zeige ich die Bilder? Wie so oft in meinem Blog: weil sie mir gefallen und ich die Hoffnung habe, dass es “da draußen” die eine oder den anderen gibt, dem die Bilder auch zusagen.

18 Bemerkungen
  1. Mensch Stefan,

    ich verstehe nicht, warum du dich immer wieder rechtfertigst, Fotos in deinem Blog zu zeigen, die du gemacht hast und die dir gefallen. Etwas mehr Arsch in der Hose bitte 😉

    Ein Blog muss auch etwas persönliches haben, sonst könntest du ihn auch von einer PR-Agentur schreiben lassen die vorher abwägt, ob das Thema jetzt genau die Zielgruppe anspricht…

    Genau deswegen liest man doch Blogs. Der von Joe McNally wäre auch nicht so erfolgreich, wenn man nicht das Gefühl hätte, tief an seinen Gedanken und ihm als Menschen teilzuhaben 😀

  2. Ich mag die Eins. Durch die verlängerte Aufnahmezeit hat es sowas Sanftes, Beruhigendes.
    Die Zwei steht ja leider auf dem Kopf, und die Drei, hach, siehste ja selbst das das völlig unscharf ist … 🙂

  3. Ich bin von den Fotos begeistert!
    Und – wenn an der Kamerabezeichnung nicht eine Null zuviel dran ist – froh, dass sich bei der blöden VF/Crop-Diskussion ein Profi traut zu sagen: seht mal her, das kann man mit einer Kamera machen und es ist eigentlich egal was es für eine ist. Hauptsache iss aufm Platz, sprich, die Qualität stimmt, oder?

    Was hat denn der Stilpirat benutzt? Plattenkamera oder iPhone?
    😉

      1. Genau, ich bin mit meiner D7000 auch froh und solche Fotos inspirieren mich immer wieder, es nachzumachen.
        Was bezeichnest du in dem Fall als „Langzeitbelichtung”? Hast du mit Graufilter gearbeitet oder nur so lange belichtet, bis ein „Verwackeln” nicht mehr zu verhindern war?

  4. Die sind in der Tat großartig. Mal etwas andere Naturfotos. Vorallem Bild 2 und 3 stechen da heraus, die sind spannend, erfrischend und nicht alltäglich.

  5. Zwei versierte Fotografen bummeln plauschend durch die Natur – wer wäre da nicht gern Mäuschen gewesen 😉

    Die Bilder vom Stilpiraten finde ich immer wieder beeindruckend oder vielmehr immer beeindruckender und dann kann er auch noch so gut schreiben und kommt dabei total geerdet rüber. Und so habe ich natürlich auch sein Buch und war übrigens kein aufmerksamer Leser 😉

    Deine Bilder gefallen mir wirklich gut. Ich mag solche Experimente.

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