Erstes Ligaspiel der Buccaneers
Stefan Groenveld
Heute mal was ganz anderes: American Football! Topsport aus der 5. Liga! Beim ersten offiziellen Ligaspiel der Sankt Pauli Buccaneers Herrenmannschaft gegen die Castle Demons aus Neumünster wollte ich nicht mit meiner Kamera fehlen. Aus Gründen.

Ich bin in der amerikanisch besetzen Zone, sprich Rhein-Main-Gebiet, aufgewachsen. American Football ist für mich genauso selbstverständlich wie Fussball und Basketball. Gefühlt war meine halbe Schule dabei, als damals die Darmstadt Diamonds gegründet wurden und etliche Mitschüler standen im Kader. Ich mag dieses Rasenschach. Und ja, ich weiß, dass Rugby noch geiler ist 😉

Weiterhin habe ich diesen Sport noch nie fotografiert und wollte auch wissen, ob die Dynamik des Sports auch in einer unteren Liga festzuhalten ist.

Und außerdem ist die American Football Abteilung nicht irgendeine Sportabteilung vom FC St. Pauli, sondern auch eine sportliche Pädagogikabteilung. Die Mannschaft besteht zum großen Teil aus Jungs aus dem Viertel, einigen waren früher in Jugendgangs, manche waren früher sogar straffällig. Der Sport hat ihnen Regeln beigebracht und sie haben Teamgeist kennengelernt. Für sein Engagement hat der Cheftrainer Campino Milligan 2009 den Hamburger Bürgerpreis bekommen.

Nun also das erste Spiel der neuen Herrenmannschaft im Ligabetrieb. Auch wenn noch längst nicht alles klappte, die Jungs zeigten eine tolle Leistung vor rund 3000 Zuschauern am Millerntor und gewannen hochverdient mit 39:12 (26:0). Ich bin auf die nächsten Spiele gespannt. Es würde mich nicht wundern, wenn die Mannschaft noch das ein oder andere Spiel in der 5. Liga gewinnt.

4 Bemerkungen
  1. Cool, dass du vor Ort warst. Ich hatte es leider nicht geschafft. Genial, dass 3.000 Leute bei einem 5. Ligaspiel im American Football dabei sind. Das beweist ja nur, dass es für den Sport auch in Hamburg eine Basis gibt.

    Oder sind die alle nur für den Buccaneers-Kicker gekommen: Ex-Fußballprofi Michel Dinzey

  2. Ich dreh durch. Vor inzwischen über zehn Jahren hab ich selbst auch mal Football gespielt, damals in der 3. Liga. Aber die Jungs sehen heute zwei Ligen drunter schon so kräftig aus. Außerdem gab’s bei uns wesentlich weniger Zuschauer.

    Da hat sich wohl was getan.

    Ich liebe diesen Sport. Rasenschach trifft es. Natürlich.

  3. Pingback: Roman Schlaepfer
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