Fight Night in der Color-Line-Arena

Am 4. Juli hatte ich erstmals die Gelegenheit die Sportart Boxen zu fotografieren. Leider durfte ich nicht direkt am Ring, sondern nur vom Kamerabalkon aus fotografieren. Damit war schon von vorne herein klar, dass ich keine verkaufsfähigen Bilder hinbekomme, aber ich war dabei und konnte mir ein Bild von den Begebenheiten machen.

Ich war überrascht in welchem Tempo die insgesamt 7 Kämpfe hintereinander weg stattgefunden haben. Eigentlich war nur vor dem letzten und entscheidenden Kampf zwischen dem Hamburger Alexander „Sascha“ Dimitrenko und dem Amerikaner „Fast“ Eddie Chambers eine Pause, die offensichtlich auch für die Liveübertragung des Kampfes beim ZDF wichtig war.

Es gab an dem Abend insgesamt drei wirklich gute und spektakuläre Kämpfe. Die deutsche Alesia Graf konnte sich nur mühsam gegen die Amerikanerin Terri Lynn Cruz mit 2:1 Richterstimmen durchsetzen, was das Publikum mit Pfiffen quittierte. Die Anwesenden hatten die Amerikanerin vorne gesehen und noch im Ring wurde ein „Re-Match“ ausgemacht.

Klar gewann hingegen Lokalmatadorin Susianna Kentikian aus Hamburg gegen die Argentinierin Carolina Marcela Gutierrez Gaite, die nie den Hauch einer Chance hatte. Zum Fotografieren war der Kampf allerdings furchtbar, da bei Sportlerinnen kaum über die Seile hinwegschauen konnten.

Beim Schwergewichtskampf zwischen „Sascha“ Dimitrenko und „Fast“ Eddie ging es um die Möglichkeit beim nächsten Kampf WBO Champion Wladimir Klitschko herauszufordern. Der Hamburger Dimitrenko wurde mit Standing Ovations empfangen und auf Grund schlechten Boxstils wechselte die Hallensympathie binnen Minuten hin zum agilen „Fast“ Eddie. Zeigt, dass das Publikum fair und sportinteressiert war – allerdings habe ich noch nie erlebt, dass ein Sportler so schnell seine Sympathie verspielt.

Der Kampfabend war für mich einer der härtesten Events, denn ich musste über 5 Stunden direkt unter einem Schweinwerfer verbringen – das war eben die beste Position, wenn man bei Kamerapodest überhaupt von gut sprechen kann. Ferner habe ich in den 5 Stunden fast 5000 Bilder verballert, weil man ja nie weiß, wann der entscheidende Schlag kommt. Auch war meine Sitzposition eher unbequem, denn das Geländer vom Kamerapodest war relativ hoch.

Einige Bilder möchte ich Dir zeigen: die meisten wurden mit einem 400mm Objektiv (Herzlichsten Dank für’s Ausleihen, Thomas) plus 1,4-fach Konverter gemacht. Fotografiert habe ich teilweise bis ISO 6400.

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