Eiskaltes Nordderby

Stimmt natürlich nicht: es war – zumindest in der ersten Halbzeit – kein eiskaltes Derby, denn der HSV feuerte gleich den Kessel im eigenen Stadion an und erzeugte mächtig Druck im Abwehrkessel von Werder Bremen.

Aber die äußeren Bedingungen waren eiskalt. Das Stadionthermometer zeigte -6°C an, aber ich glaube es war kälter. Auch wenn Naldo im kurzärmeligen Jersey auflief, ließ er sich dann doch die Handschuhe nachreichen. Bei fortwährendem Schneefall und einem kühlen Wind, wurde es nach einer Stunde im Stadion ungemühtlich. Da war aber erst eine halbe Stunde Spielzeit vorbei. Und als Fotograf an der Aussenlinie kommt es nicht so gut an, wenn man zum Aufwärmen ein wenig rumhüpft.

Letztlich habe ich es dank wärmender Unterwäsche, vernünftigen Handschuhen und zwei Taschenwärmen geschafft, die drei Stunden in der Eiseskälte sitzend zu arbeiten – aber Indoorsport im Winter ist angenehmer!

Interessant fand ich das Verhalten meiner Kamera, denn das hintere Einstellrad für die Belichtungszeit ließ sich nach ca. einer Stunde nur noch mit Mühe wieder zu kürzeren Zeiten überreden, längere waren hingegen kein Problem. Gegen Ende des Fussballspiels bemerkte ich auch ungewöhnliche Schwankungen im automatischen Weißabgleich, die ihr auch auf den Bilder auch sehen könnt. Allerdings könnte das auch am ungewöhnlich hohen Weißanteil der Bilder durch den Schneefall kommen.

Letztlich bin ich aber froh, dass eine Kamera, für die Betriebstemperaturen von 0° bis 40°C in der Gebrauchsanweisung angegeben sind, auch bei Minusgeraden und hohen Luftfeuchtigkeit durch Schneefall von oben und Rasenheizung von unten, derart problemlos drei Stunden durchhält. Zur Not hätte ich das Problem mit der Belichtungszeit umgehen können, in dem ich nicht im manuellen Modus, sondern im Blendenprogramm arbeite.

Trage dich in den Newsletter ein und erfahre von neuen Beträgen als Erstes!

Weitere Beiträge
Gute Vorbereitung für die neue Saison