Halbzeitspaß 1

Cleverness

Endlich mal wieder ein Pokalspiel für mich am Millerntor. Beim letzten Mal weilte ich ja gerade im Nepal. So oft gibt es das Vergnügen eines Pokalfights im heimischen Stadion nicht, weil dafür der FC St. Pauli mindestens die zweite Runde erreichen muss. Natürlich freute ich mich deswegen doppelt, denn Pokalspiele haben auch immer ihre besondere Atmosphäre. Der Start war ja auch sehr vielversprechend mit sehr fantasievollen Choreos auf den üblichen drei Kurven.

Auf dem Spielfeld war sehr schnell klar, dass die Eintracht nicht nur immer einen Kopf größer war, sondern eben auch mehr Cleverness auf den Platz brachte. Sehr häufig wurde der braun-weiße Spieler kurz vor der Ballannahme regelkonform irritiert oder aus dem Gleichgewicht gebracht. Selbst Fouls ließen den Schiedsrichter mit dem Eindruck zurück, dass sie vom Gegenspieler begangen wurden. Bevor der FC St. Pauli im Spiel war, stand es nach zwei Ballberührungen von Bas Dost schon 2:0 für Eintracht Frankfurt.

Marvin Knoll hätte es verdient gehabt, dass sein Schuss nicht an den Pfosten, sondern ins Tor geht. So war es Waldemar Sobota vergönnt, einen Elfmeter zum Anschlusstreffer zu verwandeln. Übrigens waren Sobota und Buballa die einzigen Spieler, die auch schon beim Spiel gegen die Hertha vor wenigen Jahren in der braun-weißen Startelf standen. In der zweiten Halbzeit schonten sich die Frankfurter für ihr schweres Spiel am nächsten Wochenende, während sich der FC St. Pauli die Seele aus dem Leib rannten. Gebracht hat es nichts, da zu selten der Ball den Weg in den Sechzehner fand. Zwei Fernschüsse von Jan-Philipp Kalla waren noch die besten Chancen. Nun bleibt zu befürchten, dass die Spieler vom FC St. Pauli diese Energieleistung gegen den KSC am Samstag nicht wiederholen können.

So bleibt festzustellen, dass die Halbzeitchoreo auf der Süd neben den schon oben erwähnten Choreos die optischen Leckerbissen waren. Ferner wünsche ich Christian Conteh sehr bald gute Genesung und eine interne Diskussion mit der medizinischen Abteilung.

Ach ja: Eintracht Fans – eigentlich hatte ich gedacht, dass ihr die Arschlöcher bei euch im Griff habt. Ob ich mich weiterhin an eurer guten Stimmung bei Europapokalspielen freuen kann, weiß ich nicht. Blocksturm bei Einlassöffnung, um die ganze Pyrotechnik reinzubringen und bei der gegnerischen Mannschaftsaufstellung bei den Namen immer „Hurensohn“ zu skandieren sprach schon vor dem Anpfiff nicht gerade für gute Kinderstube.

Kommen wir zu den Bildern des Spiels, verbunden mit der Hoffnung, dass wir alle nicht so lange warten müssen, bis wieder mal Pokalnacht am Millerntor ist.

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