1860 gelingen zur Halbzeit 59 Punkte

Ja, 1860 München und der FC St. Pauli gleichzeitig in der Bundesliga – passiert gerade im Rollerderby. Am Samstag kam es zum Bout zwischen beiden Teams, die in diesem Sport Harbor Girls und Munich Dynamite heissen – aber eben Abteilungen der beiden mehr oder weniger bekannten Fussballvereine sind. Für die Harbor Girls war es das erste Bout der aktuellen Saison im Rollerderby und natürlich war ich gespannt, wie das Team in die Saison startet. Der Gegner aus München hatte erst zwei Wochen vorher seine zweite Begegnung in der Bundesliga und da – für mich überraschend – die Dauermeister aus Berlin geschlagen. Meine Überraschung legte sich etwas, nachdem ich erfahren hatte, dass die Berliner ihr erstes Team aus der Bundesliga abgemeldet haben, um international Punkte zu errollern. Damit ist zwar klar, dass Berlin nicht mehr so stark wie all die Jahre zuvor ist, aber wie stark sind denn nun die Tabellenführer aus München? Nun, die Frage klärte sich schnell: nicht so stark wie die Harbor Girls. Schon nach wenigen Minuten führten die Nordlichter zweistellig gegen den Gegner aus dem Süden. (Es folgt ein kleiner Insider:) Diesmal war der Bout des A-Teams also das langweiligere. Es kommt eben auch immer auf den Gegner an. Am Ende stand es 216 zu 115! Eine klare Angelegenheit…

Und vorher gab es noch den Bout des sogenannten B-Teams (ich fand die frühere Formulierung „Sea Gals“ ja schöner) gegen die Gäste aus Twente in den Niederlanden. Das war lange ein spannender und umkämpfter Bout, bei dem die Hamburgerinnen schwer einen Weg durchs gegnerische Pack fanden. Mit ein bißchen mehr Power und Fortune wäre da aber mehr drin gewesen. 140 zu 203 mussten sich die Harbor Girls gegen Twente geschlagen geben. Dafür, dass im Harbor Girls B-Team aber viele erst seit kurzem dabei sind, ist das ein sehr gutes Ergebnis. Einige technische und taktische Finessen müssen eben erst noch erlernt werden. Das ist in keinster Weise despektierlich gemeint – ich habe allergrößten Respekt vor der Leistung aller, die da am und im Track stehen. Du kannst ja mal vorbei kommen und zuschauen – am 15.7. zum Beispiel. Dann wirst du schnell merken, dass der Sport taktisch sehr vielseitig ist. Ich selbst habe bestimmt drei Bouts gebraucht, bis ich überhaupt mal die Regeln verstanden habe… 😉

Ach ja, Bilder gibt es von all dem natürlich auch.

Falls du dich wunderst, warum es die Bilder vom Samstag erst heute zu sehen gibt: durch die Abgabefrist meiner Bilder für die Millerntor Gallery musste ich die letzten Tage andere Prioritäten setzen. Dafür gibt es heute auch ein paar Bilder mehr zu sehen.

Ach ja, Millerntor Gallery: ich freue mich sehr, dass meine Bilder des Projektes „Deutsch!?“ zwischen dem 29.6. und 2.7. am Ende der Süd zu sehen sind. Und ich freue mich noch mehr, wenn du vorbei schaust…

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Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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