Bei strahlendem Sonnenschein fotografieren

Was machen Fotobegeisterte an einem ihrer freien Sonntage früh morgens? Sie treffen sich an einem lieblosen Platz in der Hafencity, schnacken und probieren rum…

Letzten Sonntag habe ich mich mit Björn, Till und Josh getroffen, wir haben unsere Erfahrung und unser Equipment (Bild sie oben) zusammengeworfen und ein wenig mit Licht gespielt. So hatte ich zum Beispiel noch nie einen Sun-Swatter von Sunbounce in der Hand und Josh – der extra aus Bremen ankam – hatte netterweise seinen mitgebracht. Einen Sunswatter siehst Du bei vielen Making ofs professioneller Modeshootings im Einsatz, wenn die Sonne von oben erbarmungslos brennt. Durch den Sunswatter stehst Du plötzlich im Schatten. Je nach Dichte des Sunswatter-Stoffes verlierst du ein bis zwei Blenden. Wir hatten eine Blende Verlust. Das klingt nicht dramatisch, reicht aber, um auch bei Sonnenschein die Augen aufzubekommen. Du kennst das natürlich, wenn die Sonne knallt und Du nur Sonnenbrillenbilder machen kannst oder Dein Gegenüber kneift die Augen zu. Gute Bilder gibt es bei guten Wetter eben nur mit gutem Equipment…

Allerdings sorgt der Sun-Swatter auch dafür, dass das Gesicht völlig konturlos erscheint. Ist eigentlich auch logisch, denn eventuelle Kontraste die durch das harte Sonnenlicht entstehen, werden durch den Sunswatter ausgeglichen.

Meine Aufgabe war es dann, ein neues Profilbild für Facebook von Josh zu fotografieren. Und für rund einen Tag hat Josh mein Bild auch als Profilbild verwendet…

Dafür habe ich Josh vor einen neutralen Hintergrund gestellt, der trotzdem ein klein wenig Bokeh darstellen konnte. Ich wählte den Bauzaun, der rund um die Elphie steht.

Babybauch

Um etwas Kontur ins Gesicht zu bekommen, bat ich Till am Sun-Swatter diesen so zu halten, dass etwas Sonnenlicht auf die Haare und die Schulter fällt. Björn stellte ich mit einem Zebra-Reflektor seitlich hinter Josh, um die Sonne auf Joshs linke Gesichtshälfte zu werfen. Durch die Körperhaltung von Josh bekam auch der rechte Arm und die linke Körperhälfte etwas von der reflektierenden Sonne ab und modelliert so Arm und Gesicht. Außerdem wirkt das Bildergebnis durch diese kleinen bewusst eingebauten Fehler nicht so aseptisch und clean aus. Das mag ich und ich dachte mir, dass es auch zu Josh passt. Wir fotografieren ja schließlich nicht in einem OP-Raum.

Den häßlichen Bauzaun verwandelte ich mit meinem kleinen 200er bei Offenblende in ein wunderschönes Bokeh. Das Ergebnis kannst du durch Anklicken vergrößern. Weitere Daten zum Bild: fotografiert mit Nikon D800e mit 1/1250s bei Blende f/2 und 200mm, sowie ISO 100, RAW-Entwicklung mit Capture One und finaler Bildlook mit dem brandneuen FilmPack4 von DxO (gibt es gerade 30€ günstiger).

Fazit: mit dem Sun-Swatter von Sunbounce bist du nicht mehr auf vorhandenen Schatten angewiesen und daher variabler bei der Locationwahl. Allerdings ist ohne helfende Hand ein Arbeiten mit dem Sunswatter nicht möglich.

P.S.: Übrigens hat Josh dann noch ’n schickes Bild von mir gemacht – zeigt er auf Phasebook, schreibe ich so, denn es wurde mit ’ner Phase Onefotografiert …

Trage dich in den Newsletter ein und erfahre von neuen Beträgen als Erstes!

Weitere Beiträge
Sony A6400
Sony A6400 – meine Erfahrungen: klein, aber oho!