Willkommen 14-24
Stefan Groenveld
Macht es Sinn über eine Linse zu bloggen, die es schon gute drei Jahre auf dem Markt gibt? Macht es Sinn Beispielbilder zu zeigen, wenn ich eigentlich gar keine Zeit hatte, um in Ruhe ein paar Bilder zu fotografieren?

Ach: mir egal! Alle Bilder mit 14mm ooc (medium JPGs ohne Nachbearbeitung direkt aus der Kamera) – nur verkleinert.

Mit dem Nikon 14-24mm f/2.8G ersetze ich mein bisheriges 17-35mm f/2.8. Aus zwei Gründen: erstens habe ich letztes Jahr mein 35-70 durch das 24-70 ersetzt und danach bemerkt, dass ich das 17-35 immer seltener eingesetzt habe. Der Unterschied zwischen 24 und 17mm ist einfach nicht groß genug. Immer öfter habe ich mich erwischt für sehr weitwinklige Aufnahmen mein 10.5er Fisheye zu nutzen und dann hinterher zu entzerren. Dadurch erkaufe ich mir aber neue Probleme.

Zum zweiten hat das 17-35mm Zoom leichte Auflösungsprobleme im Randbereich, was ich mit diesen Bildern schon vor längerem gezeigt habe. Ich liebe aber extreme und interessante Bildwinkel. Beim 17-35mm konnte ich wegen der Randunschärfen nicht den kompletten Bildwinkel ausnutzen – daher ja auch mein umschwenken aufs Fisheye. Aber das bringt eben auch einen extremen Hang zur Verzeichnung mit.

Nun also das 14-24mm Zoom, denn es behebt meine beiden Mängelpunkte an dem nach wie vor sehr guten 17-35mm Objektiv.

Alternativen hätte es natürlich auch gegeben: zum Beispiel das 16-35mm Weitwinkelzoom von Nikon. Aber mal im Ernst: wenn ich das 17-35 habe, warum sollte ich mir das 16-35 kaufen? Als weitere Möglichkeit wäre eine Sigma Linse in Betracht gekommen: das 12-24mm f/4.5-5.6 – und der Stilpirat zeigt, dass man damit tolle Bilder machen kann. Ich bin allerdings nach wie vor der Meinung, dass gerade Weitwinkel nicht offenblendig genug sein können. Außerdem ist das Nikon schon nicht mal doppelt so teuer wie das Sigma und der Preisunterschied ist mir nicht groß genug. Mir ist die durchgängige Blende 2.8 wichtiger.

Erstes Fazit: vermutlich wird die Linse bei 14mm festwachsen…

9 Bemerkungen
  1. Pingback: Mario Lorenz
  2. Jetzt sagst Du mir, dass das 17-35 Schwächen im Randbereich hat *grins*

    Na, mal sehen, ich hoffe heute Abend mal dazu zu kommen, es auszuprobieren. Und vermutlich werde ich in einem Jahr dann den gleichen Schritt in Richtung *noch* weitwinkliger gehen 🙂

    Glückwunsch!

  3. Hallo Stefan,

    GLÜCKWUNSCH zu dieser Linse. Ich besitze sie nunmehr über drei Jahre (kam ja damals mit der D3 auf den Markt) und bin noch immer mehr als begeistert. Vor allem auf Hochzeiten in kleinen Zimmern und in der Kirche hat sie mir schon oft den A… gerettet (hätte Joe McNally) jetzt geschrieben 🙂 Und das bei Blende 2.8 ! Ein Traum.

    Viel Spass mit dem Teil und einen

    kollegialen Gruß

    Thomas

  4. Gratulation zu deinem ” Nachwuchs ” pass schön auf das Kind auf, denn es hat so ein schönes großes Auge. 😉
    Gespalten bin ich trotzdem, 2,8 liebe ich ja, aber das keine Filter drauf passen …. gggrrrrrr.
    Ach ja warum solltest du nicht über neue Linsen bloggen, ich finde es ok.

  5. Salut Stefan,

    ich war auch lange am Überlegen, ob ich mir das 14-24 kaufen sollte.
    Habe mich aber dann für das 4/16-35 VR entschieden, da ich für mich den eingebauten VR als geniales Gestaltungsinstrument bei langen Belichtungszeiten für mich entdeckt habe.
    Dadurch kann man wunderbare scharf/unscharf Effekte erzielen, die einem mit dem 12-24 nur mit Stativ gelingen würden. Somit ist für mich persönlich das 4/16-35 VR am Vollformatsensor das bessere Objektiv, auch wenn es eine Blende lichtschwächer als das 2.8/12-24 ist. Es bietet einfach mehr gestalterische Möglichkeiten, ohne ständig ein Stativ mitrumschleppen zu müssen.

    Gruß
    Stefan

    1. @Stefan, Danke für Deine Einschätzung. Ich will das 16-35 auch gar nicht schlecht reden.
      Für mich kommt es aus zwei Gründen nicht in Betracht: ich hatte das 17-35, warum sollte ich dann das 16-35 kaufen? Und zum zweiten ist mir die Offenblende besonders beim Weitwinkel extrem wichtig.

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