Montagsspiele sind doof

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber Montagsspiele sind doof. Wieviele Tage Urlaub sollen auswärtige Fans für den Besuch eines solchen abendlichen Spiels nehmen? Ich war gestern zum Beispiel um 23 Uhr zu Hause – und ich wohne praktisch neben dem Millerntor. Liebes Sport1-Fernsehen, so verkommt Fussball komplett als TV Ereignis. Ist die Zerstückelung eines Spieltages in fernsehgerechte Häppchen schon eine Verarsche der Fans, setzt ein Spiel am Montagabend der ganzen Kommerzialisierung des Fussballs die Krone auf.

Ja, es ist ok, wenn Fussballvereine durch die Übertragung im TV Geld verdienen, aber muss das derart gegen jegliche Faninteressen sein? Sind die Leute im Stadion wirklich egal? Nein, sind sie nicht – sie sind sogar sehr wichtig. Das haben gerade neue Spieler diese Saison beim FC St. Pauli oft betont – und das nicht nur nach Last-Minute-Siegen.

Von daher finde ich es nur konsequent, dass die Fans keine Choreo zu solchen abendlichen Montagsspielen zeigen. Und eigentlich hat sich gestern auch der FC St. Pauli konsequenterweise verweigert – nach nur 20 Minuten wurde das Fussballspielen eingestellt und die zahlreich mitgereisten Fans aus Düsseldorf durften feiern. Herzlichen Glückwunsch, verdient gewonnen.

Der Protest gegen die Montagsspiele ist übrigens überhaupt nichts neues, wie dieser Artikel aus 2006 aus Kaiserslautern zeigt.

Meine Bilder zeigen nur einen kleinen Teil des Protestes am Millerntor gegen die Montagsspiele.

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