Was mich am 200/2 so fasziniert

Gerade wühle ich mich durch Hunderte von Bilder meiner letzten Hochzeiten, die ich fotografisch begleiten durfte, da springt mir dieses eine Bild entgegen. Nicht, weil es ein besonders gelungener Schnappschuss ist, sondern weil es in unnachahmlicher Art zeigt, was mich an meinem AF-S 200mm f/2 so fasziniert. Punktgenaue Schärfe schon bei Offenblende und dann auch noch dieses butterweiche Bokeh. Deswegen liebe ich diese Linse und zählt zu meinen meisteingesetzten Objektiven.

Out of cam Bild – fotografiert mit dem AF-S 200mm f/2 bei Offenblende

Nicht ohne Grund zählt das Lichtmonster seit vielen Jahren zu den Referenzlinsen von Nikon. Und als es letztes Jahr ein Update des Objektivs gab, wurde nur statt dem Verwacklungsschutz der ersten Generation, das der zweiten Generation eingebaut – und die Linse gleich mal 1/3 teurer.

Sicherlich interessiert euch, was ich da eigentlich fotografiert habe. Daher ein Bild aus nahezu der gleichen Position, aber mit 14mm fotografiert.

Gleiche Position, aber nun nur 14mm

Bevor Du nun losrennst und das Objektiv sofort kaufst – was ich absolut nachvollziehen könnte – hier noch eine kleine Warnung. Das Objektiv wiegt über drei Kilogramm und ist nicht so leicht zu handeln. Es bedarf etwas Übung.
Noch mehr wiegt das Objektiv in Deiner Geldbörse. Daher der Tipp: mit Glück bekommst Du auch ein „altes“ VR-I und bekommst damit die gleiche erstklassige Linse. Schon der Verwacklungsschutz der ersten Generation arbeitet wirklich gut. Ich habe es schon geschafft – richtige Kamerahaltung vorausgesetzt – mit den 200mm bei 1/60s scharfe Bilder zu bekommen.

Vielseitig wird die Linse, wenn Du sie mit den drei Konvertern einsetzt. Mit dem TC-14 ist ein Unterschied wohl nur im Labor feststellbar und du erhältst ein erstklassiges 280mm f/2.8. Beim TC-17 (ergibt 340mm f/3.3) würde ich genauso abblenden wie beim TC-20 (ergibt 400mm f/4) – wobei ich bei ruhigen Motiven auch bei Offenblende schöne Aufnahmen geschafft habe. Auch mit der D7000, die ja nochmal einen Verlängerungsfaktor von 1,5 bringt.

Fazit: das AF-S 200mm f/2.0 ist im kurzen Supertelebereich eine grandiose Linse und mit Konvertereinsatz auch recht flexibel einsetzbar.

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5 comments

  1. Tolles Foto!

    Aus ähnlichen Gründen habe ich mir kürzlich das (schon leicht betagte) 105/2.0 zugelegt. Ich werde es vor allem dafür nutzen, den Portraits meiner Münchner Kindl Serie (http://leichtscharf.de/category/munchner-kindl/) eine neue Bildstimmung hinzuzufügen.

    Abgesehen davon hat das 105er auch nur ein sechstel des 200er gekostet (und wiegt – ok nicht ganz). Aber das 105er passte einfach besser zu meinen restlichen Objektiven an der D7000.

    Jetzt muss ich nur endlich mal die Zeit finden, mit dem guten Stück auch unter die Leute zu gehen.

  2. Nimmst du das „scharfe Glasstück“ denn auf jede Hochzeit mit?
    So knapp 3 kg sind ja doch eine Menge, da du ja sicher auch noch anderes Fotozeugs buckeln musst, am Spielfeldrand mag das ja nicht ganz so ins Gewicht fallen, wenn ich aber überlege wie oft ich bei einer Hochzeit in die Knie gehe, hin und her flitze usw. 😉
    Irgendwann im nächsten Leben bekomme ich auch mal so ein messerscharfes Teil. 😀
    Gruß Frank

    1. Ja, Frank – schleppe ich auf jeder Hochzeit mit. Und spätestens bei Offenblende in der dunklen Kirche freue ich mich – und später auch das Brautpaar 🙂

  3. Soooo ich habe mir jetzt genug Bilder von dir und vielen Anderen geschaut und als am Wochenende mir deutlich brenntweite gefehlt hat habe ich mir jetzt das 200/2,0 mit dem 1,7 er konverter gebraucht gekauft! morgen spätestens Montag wir es da sein und ich freu mich schon wahnsinnig drauf! 🙂

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