Mit der Kamera ins kühle Nass geht vermutlich niemand freiwillig – auch nicht bei diesen Temperaturen. Dabei ist Unterwasserfotografie fantastisch, aber eine sehr kostspielige und aufwändige Variante der Fotografie. Christian machte mich neulich auf einen Wassersack von DiCAPac WP-S10 aufmerksam, den ich natürlich nicht für richtige Unterwasserfotografie nutzen würde, aber um die eigene Kamera in Wassernähe und auch unter die Wasseroberfläche zu bringen, ist dieser Wassersack völlig ausreichend. Damit können dann schon tolle Ergebnisse entstehen. Hier ein Erfahrungsbericht.

Unterwassersack von Walimex
Ein Foto von Christian bei meinem ersten Versuch die Wasserdichtigkeit des Wassersacks zu testen. Viel tiefer muss die Kamera übrigens gar nicht eingetaucht werden, um tolle Bilder unter Wasser einfangen zu können.

Meine D3 zählt ja nicht zu den kleinsten Kameras, passt in den Sack aber rein – das Objektiv muss allerdings durch die vordere Öffnung geschoben werden und dann im Sack an das Bajonett geschraubt werden. Das ist etwas fummelig und nach dem Kontakt mit dem Wasser auch nur bei größter Vorsicht durchzuführen, damit keine Wassertropfen in das Kameragehäuseinnere kommen.

Die Bedienung der Kamera innerhalb des Wassersacks funktioniert, aber nicht besonders gut. Also am Besten einen Automatikmodus verwenden, wenn ihr bei wechselnden Lichtbedingungen arbeiten müsst.

Ich habe mit einem starken Weitwinkel gearbeitet, weil es der Autofokus unter Wasser auch ziemlich schwer hat. Mit einem Weitwinkel ist einfach der Schärfebereich größer.

Etwas nervig ist es, dass die Frontlinse des Wassersacks nicht mit dem Objektiv verbunden werden kann. Damit Du mussliebige Spiegelungen und Vignettierungen vermeidest, solltest Du die Frontlinse durch geeignete Kamerahaltung selbst dicht an das Objektiv dran bringen.

Meine Bilder entstanden bei einer Triathlonveranstaltung während des Wettkampfs. Wenn Du Kamera und Wassersack unter kontrollierteren Bedingung einsetzt kannst Du sicherlich bessere Aufnahmen machen, aber für einen ersten Eindruck sollten auch meine Bilder genügen 🙂