Unter Wasser fotografieren Stefan Groenveld

Mit der Kamera ins kühle Nass geht vermutlich niemand freiwillig – auch nicht bei diesen Temperaturen. Dabei ist Unterwasserfotografie fantastisch, aber eine sehr kostspielige und aufwändige Variante der Fotografie. Christian machte mich neulich auf einen Wassersack von DiCAPac WP-S10 aufmerksam, den ich natürlich nicht für richtige Unterwasserfotografie nutzen würde, aber um die eigene Kamera in Wassernähe und auch unter die Wasseroberfläche zu bringen, ist dieser Wassersack völlig ausreichend. Damit können dann schon tolle Ergebnisse entstehen. Hier ein Erfahrungsbericht.

Unterwassersack von Walimex
Ein Foto von Christian bei meinem ersten Versuch die Wasserdichtigkeit des Wassersacks zu testen. Viel tiefer muss die Kamera übrigens gar nicht eingetaucht werden, um tolle Bilder unter Wasser einfangen zu können.

Meine D3 zählt ja nicht zu den kleinsten Kameras, passt in den Sack aber rein – das Objektiv muss allerdings durch die vordere Öffnung geschoben werden und dann im Sack an das Bajonett geschraubt werden. Das ist etwas fummelig und nach dem Kontakt mit dem Wasser auch nur bei größter Vorsicht durchzuführen, damit keine Wassertropfen in das Kameragehäuseinnere kommen.

Die Bedienung der Kamera innerhalb des Wassersacks funktioniert, aber nicht besonders gut. Also am Besten einen Automatikmodus verwenden, wenn ihr bei wechselnden Lichtbedingungen arbeiten müsst.

Ich habe mit einem starken Weitwinkel gearbeitet, weil es der Autofokus unter Wasser auch ziemlich schwer hat. Mit einem Weitwinkel ist einfach der Schärfebereich größer.

Etwas nervig ist es, dass die Frontlinse des Wassersacks nicht mit dem Objektiv verbunden werden kann. Damit Du mussliebige Spiegelungen und Vignettierungen vermeidest, solltest Du die Frontlinse durch geeignete Kamerahaltung selbst dicht an das Objektiv dran bringen.

Meine Bilder entstanden bei einer Triathlonveranstaltung während des Wettkampfs. Wenn Du Kamera und Wassersack unter kontrollierteren Bedingung einsetzt kannst Du sicherlich bessere Aufnahmen machen, aber für einen ersten Eindruck sollten auch meine Bilder genügen 🙂

 

24 Bemerkungen
  1. Pingback: Max Born
  2. Pingback: Roman Schlaepfer
  3. Pingback: Stefan Neuweger
  4. Pingback: Oliver Giel
  5. Gefällt mir sehr gut. Kann man sich bestimmt mal schenken lassen. 🙂

    Würde mich echt interessieren wie es mit hübschen Mädels +50mm in einer Schwimmhalle funktionieren würde.

  6. Pingback: Frank
  7. Ich liebäugel seit einiger Zeit mit der Tasche.
    Meinst du mit D3 eine Nikon D3 ( wahrscheinlich eine blöde frage ) habe bisher nur kleinere Taschen zu einem höheren Preis gefunden. Meine Nikon D300s passt dort nämlich nicht rein.
    Wenn deine Tasche größer und auch günstiger ist, wärs ideal.

    Grüße

    1. Es gibt keine blöden Fragen. Ja, ich meine die Nikon D3. Passt also auch für die Nikon D3s und D3x. Und sicherlich auch an die anderen Nikonbodys – wenn auch vermutlich nur ohne Batteriegriff.

  8. Ja, sowas macht Spass. Nur Vorsicht bei den Plastiksäcken ist geboten. Mit der Zeit ist eine Undichtigkeit vorprogrammiert. Die ersten Bilder finde ich auch sehr gelungen. Bin schon auf weitere Fotos gespannt.

    Liebe Grüße,
    Adrian

  9. Tolle Bilder, danke für den Tip.

    Welche Brennweite ist das denn? Passt das neue 16-35 von Nikon da rein? Habe nirgends Maße gefunden…

    Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vielleicht magst du auch folgende Beiträge lesen

Leica M10 – nur ein überteuertes Hardware-Update?

Immer noch ein 24MP Sensor, 3 statt 5 Knöpfe zur Bedienung, immer…

Der absolut unwissenschaftliche Test mit 50mm Brennweiten

Nein, ich habe keine Hauswand mit Ziegelsteinen fotografiert. Und dann im Titel…