Feuerwerk nur bei Werder Bremen

Gästefeuerwerk

Endlich mal wieder ein volles Millerntor. Der FC St. Pauli empfängt den Tabellenführer vom SV Werder Bremen. Das Spiel wird unentschieden enden und von den Spielanteilen her, ist das auch ok. Nicht ok ist, wie dieses 1:1 zu Stande kommt.

Aber der Reihe nach: kaum betreten die Spieler des FC St. Pauli den Platz zum Warmmachen, fängt es an zu hageln. Glücklicherweise ist das nur ein kurzes Intermezzo des Wetters. Danach gibt es einen bunten Mix aus Sonne und Wolken. Bunt es auf dem Rasen auch, weil sich offensichtlich einiges an Konfetti in der Pandemiezeit angesammelt hat.

Bestimmend sind die Spieler vom FC St. Pauli nach Anpfiff des Spitzenspiels gegen SV Werder Bremen nur in der Anfangsviertelstunde. Danach übernimmt der Tabellenführer aus Bremen mehr und mehr das Zepter. Es macht sich der Eindruck breit, dass hier ein Bundesligist gegen einen ambitionierten Zweitligisten spielt. Trotzdem steht die braun-weiße Abwehr und lässt nur wenig Abschlüsse zu. Ziereis darf mal wieder von Beginn an ran und ist der Schatten von Bremens Torjäger Ducksch. Der kommt deswegen im ganzen Spiel gefühlt nur zu zwei gefährlichen Situationen vor dem Tor der braun-weißen.

Kurz vor dem Pausenpfiff schlägt der bis dahin eher unglücklich agierende Daniel Kofi-Keyereh zu. Paqarada hatte die wunderbare Flanke geschlagen. Mit 1:0 ging es in die Pause und ich habe nun auch eins der vielen schönen Jubelbilder von Kofi-Keyereh.

Torjubel nach seinem Tor zum 1:0 von Daniel Kofi-Keyereh

Die zweite Halbzeit

Es folgt eine zweite Halbzeit, die eher kampfbetont war. Bremen immer noch spielerisch überlegen, aber ohne richtig klare Torchance. Tim vom Millernton wird das sicherlich taktisch deutlich besser aufschlüsseln, als ich das kann. Es ist dann doch immer wieder interessant, wie ich durch den engen Blickwinkel meiner Linsen das Spiel anders wahrnehme. Nach den vielen Spielen, die ich während der letzten zwei Jahre am TV Gerät gesehen habe, wird mir dies nun am Spielfeldrand besonders deutlich. Ich sehe anders, aber spüre das Spiele. Klingt ein wenig bekloppt und ich kann es auch nicht besser erklären.

So merke ich dann auch nur, dass in der 58. Minute etwas merkwürdiges passiert. Die Situation ist zu weit weg. Ich sehe nur, wie der Sankt Pauli Spieler Beifus nach einem Zweikampf heftig mit den Armen wedelt und ein Handspiel reklamiert. Ich ärgere mich noch, dass er nicht trotzdem weiter spielt als es prompt zum Ausgleich kommt.

Da sehr viele Menschen im Stadion ein Handspiel gesehen haben, schaue ich auf die Reaktion des Schiedsrichters Florian Badstübner. Er bekommt offensichtlich ein Signal vom VAR und schaut sich die Situation aus beachtenswerter weiter Entfernung eine sehr kurze Zeit am Bildschirm an. Er gibt den Treffer. Spätestens nach Betrachtung der TV Bilder ist das mehr als nur fragwürdig.

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Gut, es ist so wie es ist, aber ein Geschmäckle hat das schon – meiner Meinung nach. Und ich bin niemand, der leichtfertig einem Schiedsrichter die Schuld für einen Punktverlust in die Schuhe schiebt.

Letztlich ist das Unentschieden – wie eingangs schon erwähnt – durchaus gerecht.

Was war sonst so? Ein bißchen Rauch und Pyro auf Bremer Seite vor dem Spiel und zur Halbzeit. Finde ich gut, gibt auch schöne Bilder.

Das Fotografische am Spiel

Meine Kameras arbeiten bei den wechselhaften Lichtbedingungen in der Blendenautomatik, weil ich nur die Belichtungszeit vorgebe – und die Automatik Blende und ISO je nach Licht dazu bestimmt. Warum sich das Leben schwerer machen, als es sein muss.

Das hätte auch schief gehen können

Neben meinen üblichen Leica Kameras, nutze ich erstmals meine neue LUMIX GH6 am Spielfeldrand. Der Autofokus soll ja nicht so gut sein, habe ich gehört. Zusammen mit dem Leica DG Elmarit 200mm / F2.8*, das gleich mit passendem Konverter geliefert wird, sitze ich dank Cropfaktor des mFT Sensors mit 560mm am Spielfeldrand. Da musste ich mich erst dran gewöhnen, denn das ist schon eine ordentliche Brennweite. Es hat dann aber immer besser geklappt und meine Ausbeute war auch nicht kleiner als sonst. Feuertaufe bestanden…