Kommentar zur Polizeiarbeit in NRW

Der Dixieklotaucher war auch nicht schuld…

Es ist Samstag 3:30 Uhr. Heimspieltag.  Mein Wecker klingelt. Ich wache aus beruflichen Gründen in Freiburg auf und muss nun über Basel zurück nach Hamburg. So einen langen Weg zu einem Heimspiel hatte ich auch noch nicht. Aber am Gate sitzt jemand im Trikot vom magischen FC und ich finde es bemerkenswert, dass andere Menschen des öfteren diese Strapazen für ein Spiel am Millerntor auf sich nehmen. Da muss doch ein Sieg bei rausspringen…

Tut es nicht, weil der FC St. Pauli in der ersten Halbzeit die guten Chancen nicht nutzt und Schnatterer in der zweiten Halbzeit die eine Nachlässigkeit zum Führungstreffer eben nicht liegen lässt.

Es gelingt nur noch der Ausgleich, auch weil nach dem völlig unberechtigten Doppel-Gelb an Veermann und Allagui der letzte Schritt nicht mehr gemacht wird. Der Schiri wird aus den Reihen hinter mir für diese Aktion als „Dixieklotaucher“ beschimpft. Das ist zwar richtig (schön), aber die beiden Punkte hat der FC St. Pauli vor allem in der ersten Halbzeit liegen lassen. Es fehlt einfach die Präzision beim letzten Pass und auch die Energie, nachzusetzen.

Wie immer am Millerntor ist das Spiel ja nur der eine Teil des Nachmittags. Diesmal zeigten die Banner auf der Haupt, dass deren Logenultras Gin trinken, während die Ultras auf der Süd wohl eher auf Rum stehen. Auf der Nord wird dann noch was weggehascht, was wohl auf der Süd auch für rote Augen sorgt.

Neben dem Gedenken an Michel (und meinem Wunsch an alle, mit Depressionen möglichst gut umzugehen) lag ein weiterer Fokus auf die Situation in der Bernstorffstrasse 117: besser bekannt als „Viva la Bernie“. Ein Großinvestor hat eine seit vielen Jahren bestehende Gemeinschaft gekauft – genauer: deren Räume. Die haben nun ihrerseits eine unvorstellbar hohe Summe für ein paar Quadratmeter geliebte Fläche in die Hand genommen, um dem Großinvestor ein Kaufangebot zu machen. Die ganze Situation ist unbefriedigend und mündet in mehrere der wichtigsten Fragen in einer wachsenden Stadt, in der die Immobilienpreise für viele Menschen zu hoch werden. „Wie wollen wir leben? Wer bestimmt darüber, wie wir leben? Ist der Immobilienmarkt stärker als der Bürgerwille?“ Am 14.11. werden diese und andere Fragen an einem Runden Tisch im Altonaer Rathaus diskutiert. Wer die Zeit findet um ab 15:30 Uhr am Gespräch teilzunehmen, sollte dies tun.

Und hier das alles noch mal bebildert…

Nachsatz: Danke Toby, dass du diesmal bis hier gescrollt hast. Vielen Dank und liebe Grüße!

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Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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