Früh kam es zu einem Stromausfall im Millerntor. Die Videoleinwand war aus und so manche Wurst blieb kalt. Aber die Lichter gingen nicht aus. Beim Spiel vom FC St. Pauli gegen die Kickers aus Würzburg dauerte es bis zur 88. Minute, als Christopher Buchtmann das Stadionrund erlöste. Und selten habe ich einen Schlusspfiff so laut wahr genommen. Es schien als atmeten fast 30000 Kehlen gleichzeitig auf.

Gerade in der ersten Halbzeit machte sich der FC St. Pauli mit vielen Fehlpässen und weiten Bällen nach vorne das Spiel selbst schwer. In der Pause hatte Ewald Lienen vermutlich das alte „flach spielen, hoch gewinnen“ als Parole ausgegeben und es lief gegen tief stehende Würzburger besser. Buchtmann schien mit seinen Kräften am Ende und der zweiten gelben Karte nahe, als er vom Sechszehner trocken abzog und das Millerntor in ein Tollhaus verwandelte. Und wer so spät den Führungstreffer erzielt, gibt dem Gegner keine Chance mehr auf den Ausgleich. Clever gespielt, liebe Braun-weissen.

Auf der Gegengerade wurden vor dem Spiel noch Masken der Spieler verteilt. Da haben sich einige wenige viel Mühe gegeben und ich habe meine Bilder gerne für die Aktion zur Verfügung gestellt.

Die Bilder vom heutigen Spiel kannst du nun sehen – und durch Anklicken vergrößert darstellen.

In der Tabelle der zweiten Liga sieht es hinten immer noch sehr eng aus. Die Saison biegt auf die Zielgeraden ein und der FC St. Pauli hat es nun selbst in der Hand, das nächste Zweit-Ligaticket für die neue Saison zu lösen. Hoffentlich geben die letzten zwei Siege die nötige Stabilität, um das Restprogramm zu überstehen. Meine Daumen sind weiterhin gedrückt.