Wenn du siehst, dass ein Team, das du eben noch mit 1:0 geschlagen hast, mit 6:1 auf fremden Platz gewinnt, spricht das für die Enge der Liga. Das macht die 2. Liga so viel interessanter und spannender als die Bundesliga. Allerdings bedeutet das auch, dass ein Team an einem guten Tag ein Team an einem schlechten Tag überraschend besiegen kann. So gesehen am Millerntor, als Ingolstadt 4:0 gegen St. Pauli gewinnt. QED, wie der Mathematiker sagt. Mund abwischen und weiter geht’s, sagt der Sportler…

Was war sonst noch? Lautsprecher auf der Süd im Testbetrieb. Habe ich persönlich erst nach Spielende wahrgenommen – und ich saß ja eine Hälfte direkt davor. Erst als der Rest des Stadions leer war, konnte ich die Durchsagen hören.

Außerdem sind mir vor dem Spiel zwei Leute negativ aufgefallen, denen die Sicht auf die einlaufenden Teams so wichtig wahr, dass sie das Spruchband nicht runter lassen wollten. Individualisten. Schlimm. Als es zur Halbzeitpause ging sind dann noch mehr Leute negativ aufgefallen, die sich wohl im Stadion verirrt hatten und glaubten, ihr Eintrittsgeld würde rechtfertigen, das heimische Team auszupfeifen. Tut es aber nicht. Glücklicherweise kam die Antwort von den Rängen prompt und die Pfiffe wurden durch aufmunternde „Sankt Pauli, Sankt Pauli“ Sprechchöre übertönt. Positiv aufgefallen sind mir die anhaltenden Unterstützungsgesänge von der Süd. Das war wirklich schön und vermutlich zu laut, um an meiner Position gleiches von der Gegengerade zu vernehmen.

Ach ja und dann waren da noch ein Banner und ein Doppelhalter, für die ich mich sehr bedanke. Es passiert nicht so oft, dass man an einem Spieltag Geburtstag hat. Und obwohl mir solche Daten nicht so wichtig sind, habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut. Danke an „Roter Stern“ – vermutlich damals der erste Fanclub, der eins meiner Bilder auf ihr Fanclub-Shirt druckten (und das immer noch ordentlich aussehend bei mir im Schrank liegt, obwohl es gerne angezogen wird) und besonders an meinen Fanclub „Panik Salut“, was ja ein Anagramm auf Sankt Pauli ist. Auch freute ich mich natürlich über die Karte des Ehrenrats vom FC St. Pauli, die die Anschrift mit der Anrede „Vereinskamera(d)“ betitelten. Da hat sich jemand schöne Gedanken gemacht.

Mein Name als Anagramm