Zeitgleich zum Fanclubturnier fand nebenan in der Sporthalle vom Wirtschaftsgymnasium ein Doubleheader mit den Hamburg Harbor Girls statt. Im ersten Bout kämpfte das B Team gegen die Zombie Rollergirlz aus Münster und im Zweiten das A Team gegen die Birmingham Blitz Dames. Du hast immer  noch keine Ahnung, von was ich schreibe? Natürlich vom Rollerderby. Diesem wunderbaren Sport auf 8 Rollen, den du trotz relativ einfacher Regeln erst nach dem dritten oder vierten Mal ansatzweise verstehst. Und glaube mir, ich weiß von was ich spreche: ich habe seit zwei Jahren nur sehr wenige Bouts verpasst.

Die beiden Bouts hätten auch unterschiedlicher nicht verlaufen können. Beim Ersten überrollten die Harbor Girls die in sehr vielen belangen unterlegenen Zombies gnadenlos und gewannen spielerisch 172:96. Wunderbar anzusehen, als die Hamburger ein ums andere Mal wie ein heißes Messer durch die Butter der Zombiereihen durchglitten. Das zweite Bout war eine deutlich zähere Angelegenheit. Beide Abwehrreihen hatten Beton angerührt und es war für die Jammer kaum ein durchkommen. Wesentlich anspruchsvoller für die Zuschauer dem Treiben auf dem Track zu folgen, denn die fachkundigen Augen mussten zwei Packs gleichzeitig beobachten. Letztlich mussten sich die Harbor Girls in dem taktisch hochwertigen Spiel mit 127 zu 172 geschlagen geben. Der guten Stimmung in der Halle tat das keinen Abbruch. Und hinterher lagen sich auch die Spielerinnen wieder freudestrahlend in den Armen. Rollerderby ist eben eine faire Sportart.

Ich weiß ja, dass die Harbor Girls lieber in der Sporthalle in Othmarschen ihre Bouts veranstalten, denn da passen deutlich mehr Zuschauer als auf St. Pauli rein. Lichttechnisch ist mir die Halle an der Budapester allerdings deutlich lieber. Vor allem, wenn die Sonne passend zum Bout in die Halle scheint.