Bildersuchmaschine Spookfish

Heute möchte ich kurz auf zwei Projekte hinweisen, die noch mehr oder weniger in der Kinderschuhen stecken, aber eine ganz interessante Bewegung in Gang setzen könnten.

Da ist zum einen der zentraler Sammelplatz für Privatverkäufe von Kameraequipment, der für Käufer und Verkäufer kostenlos ist – und auch bleiben soll, so Entwickler Markus in einer Mail an mich. Ich finde daran sympatisch, dass ich nicht alle möglichen Fotoforen durchwühlen muss, sondern nur eine Anlaufstelle habe. Außerdem ist mir ebay einfach zuwider. Seit dem Paypalzwang für Verkäufer vor rund 4 Jahren habe ich da keine Transaktion mehr mit gemacht. Natürlich steht und fällt ein solches Projekt mit der Anzahl der Angebote und auch der Nachfrage. Deswegen schau doch mal beim DSLR-Marktplatz vorbei – du darfst da sicherlich auch spiegellose Kameras verkaufen…

Noch interessanter, aber auch schwieriger zu realisieren, ist eine Suchmaschine, die Bilderdiebstähle ausfindig machen soll. Als ich auf dieses Kickstarterprojekt hingewiesen wurde, dachte ich zunächst: „oh, nicht noch eine Bildersuchmaschine, die mir viel Arbeit aufbürdet und nur den Anwälten dient“. Denn bis jetzt wurde ich immer nur von Unternehmen angeworben, die mit Anwaltskanzleien zusammenarbeiten. Also ich lade Bilder auf eine Seite hoch, ein Unternehmen durchwühlt das Netz nach meinen Bildern und wenn die gefunden werden, schreibt eine Anwaltskanzlei eine entsprechende Rechnung. Das klingt nach einer großen Gelddruckmaschine – und da muss ich ja keinen Content für liefern.

Spookfish ist anders: ein relativ preiswertes Programm – es soll am Ende gerade mal rund 30€ kosten (zumindest für die Kickstarter mit Einsteigerpaket) – sorgt dafür, dass meine Bilder, die sich auf einem Rechner mit Internetanschluss befinden, nach gleichen Bildern im WWW sucht und mir die Ergebnisse präsentiert. Das ist durchaus vergleichbar mit einer Dropbox, auf der ich meine Bilder eh sichere, die dann nach ähnlichen Bildern im Netz sucht. Der Charme für mich liegt hier ganz klar an den sehr niedrigen Einstiegskosten für mich, den scheinbar sehr geringen Aufwand die Bilder zu bestimmen nach denen gesucht wird und letztlich ist und bleibt es meine eigene Entscheidung, welche vermeintlichen Diebstähle verfolgt werden sollen und vor allem, wie ich sie verfolge. Das klingt mehr als fair!

Hier im Video wird es nochmal erklärt:

Das aktuelle Problem bei Spookfish auf Kickstarter ist, dass die sogenannten Pledges – also die Pakete mit denen ich das Projekt vorab unterstütze – relativ klein sind, aber die zu erreichende Höhe für die Softwareentwicklung ziemlich groß ist. Es werden also noch sehr viele Unterstützer benötigt, um das Projekt zu realisieren. Also mach mit: es ist nicht teuer und es ist definitiv wert, umgesetzt zu werden. Noch bis zum 28. März hast du Gelegenheit, dir dein Zugang zum Spookfish zu sichern.