Am Wochenende reihte sich in Sachen Rollerderby Highlight an Highlight. In den USA kam es während des World Cups zu den finalen Bouts und in der Sporthalle des hiesigen Wirtschaftsgymnasiums kam es in gut besetzer Halle zum alten und immer wieder schönen Fight zwischen Hamburg und Berlin. Zusätzliche Spannung versprach bei letzterem eine Ex-Hamburgerin, die nun im Berliner Team rollt. Eine Selbstverständlichkeit, dass ich mir dies nicht entgehen ließ. Schließlich waren die Berliner mit dem A-Team letztes Jahr deutscher Meister.

Besonders freute ich mich darüber, dass das Ankündigungsplakat des Bouts zwischen dem B-Team der Hamburg Harbor Girls – den Sea Gals – und dem C-Team von Berlin Bombshells ein Foto von mir zierte. Wer nun bei B gegen C ein leichtes Spiel der Hamburger erwartete, sah sich schnell getäuscht. Buchstaben hatten heute keine Bedeutung, es zählte nur der nächste Block.

Allerdings war ich am Ende einer fotoreichen Woche etwas müde. Und dann war das Bout auch nur kurz vor Schluß tatsächlich spannend. Die Berliner führten schnell mit 40 und mehr Punkten. Gegen Ende kamen die Hamburger noch mal auf 20 Punkte heran und hätten vielleicht noch eine Chance gehabt. Aber dann konzentrierten sich die Berlin Bombshells wieder und gewannen den Abend durchaus verdient mit 185:144.

Natürlich war es trotzdem ein umkämpftes Bout und um die Punkte wurde hart gefightet . Darüber hinaus war die Atmosphäre in der Halle Dank der tollen Unterstützung zahlreicher Fans wunderbar.

Trotz der deutlichen Niederlage schienen alle Rollschuhfrauen ähnlich glücklich und feierten gemeinsam das faire Match. Schön, dass sowas trotz der Rivalität der Teams während des Bouts nach dem Schlußpfiff möglich ist. So sollte das eigentlich bei allen sportlichen Aktivitäten möglich sein. Diese Frauen bieten ein tolles Vorbild!

Ich habe mich hinterher etwas gewundert, dass ich dann doch Bilder nach Hause gebracht habe, die ich gerne hier zeige. Mein Unterbewusstsein weiß wohl, welche Rädchen und Knöpfchen an meiner Kamera anzusteuern sind. Gut, dass die Leica davon so wenige hat.