Drei Punkte gegen Union
Stefan Groenveld

Hinterher fragt keiner mehr. Drei Punkte sind drei Punkte. Völlig wurscht, wie sie zustande gekommen sind. Und unverdient waren sie nicht.

Allerdings muss ich auch mit Fanbrille auf sagen, dass Union Berlin am Samstag vermutlich noch drei Stunden hätte spielen können, ohne einen Treffer zu erzielen. Es gibt solche Tage. Kennen wir alle.

Schön war aber auch zu sehen, dass wieder Mut und Spielfreude in die Mannschaft zurück gekehrt ist. Noch nicht über 90 Minuten, aber es werden bei jedem Heimspiel mehr. Und das ist, was zählt. Schließlich kommt man von relativ weit unten und muss auch erst wieder Sicherheit tanken.

Die Spielfreude wurde mir vor allem bei der Achse Daube, Alushi, Kurt deutlich. Die rotierten lustig vor sich hin. Später wird mir beim Blindenfussball Hallenmasters erzählt, dass Alushi in der Mixed Zone in die Notizblöcke der anwesenden Pressevertreter diktierte, Trainer Meggle hätte den Dreien überlassen, wer nun auf der 6 oder der 10 spielt – Hauptsache, es macht auch immer einer. Respekt, Trainer: Spielern Verantwortung für’s Spiel geben zeugt von Vertrauen und macht den Spielern natürlich Laune beim Spiel. Das hat schon mal funktioniert.

Rzatkowski kommt auch langsam wieder in Form, Startsev ist eine echte Bereicherung für die erste Mannschaft. Und wenn ein sauberer Konter über drei Stationen von einem Strafraumwühler außerhalb des Strafraums mit einem sehenswerten Schuss zum 3:0 abgeschlossen wird, ist der Spieltag rund.

Was bleibt? Es wird zu viel gestorben in Hamburg. RIP Elli, RIP OZ.

OZ hat kurz vor seinem Tod noch ein paar kluge Sätze für obiges Videoportrait gesagt.

Ich weiß übrigens nicht, wann ich das letzte Mal im Oktober im T-Shirt am Spielfeldrand sonnte und schwitzte…

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