Roller Derby

Meine eigene Rollschuhkarriere war kurz und schmerzhaft. Und ja, es waren Rollschuhe in meiner Kindheit – Inliner wurden erst gefühlte 25 Jahre später entwickelt. Vermutlich wäre meine Inlinerkarriere aber noch kürzer und schmerzhafter gewesen…

Daher hatten die Ausübenden sofort meine Hochachtung, als ich hörte welche Sportart ich letzten Samstag fotografieren durfte: Roller Derby!

Merkwürdigerweise hatte ich beim erstmaligen Hören des Namens als Assoziation den Film „Rollerball“ im Kopf, den ich irgendwann mal vor lauter Langeweile gesehen hatte. Nun, so infernalisch wurde es nicht. Ich war aber ehrlich überrascht, als ich noch vor Öffnung der Sporthalle des Wirtschaftsgymnasiums an der Budapester Strasse, eine lange Schlange von Einlassbegierigen draussen warten sah. Tatsächlich war die Halle später sehr, sehr gut gefüllt – und das bei einem Sportevent, bei dem es nicht um Ligapunkte ging. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass eine Sportart, von der die meisten meiner Leser bis vor wenigen Minuten vermutlich nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt, eine Halle so gut füllen kann.

Beim Roller Derby fahren zwei Teams um Punkte im Oval. Der größere Teil des Teams versucht durch Blocken mit Hüfte oder Schulter die Punkte des anderen Teams zu verhindern. Das sind zumindest die Grundregeln, das offizielle Handbuch der Regeln von der WFTDA hat fundamentale 65 Seiten! Zum leichteren Erkennen der handelnden Personen gibt es unterschiedliche Helmmarkierungen. Als Punktelieferant sind die Sternenträgerinnen wichtig. Vielleicht vermitteln die Bilder des Roller Derbys einen Eindruck vom Geschehen im Oval…

Das Roller Derby der Harbor Girls gegen die Aarhus Derby Danes ging mit 226 zu 257 Punkten verloren. Die Stimmung war trotzdem gut. Die Kombination aus Taktik, Geschicklichkeit und Kampf sorgte für kurzweilige und interessante Stunden. Ich bin bestimmt nicht das letzte Mal dabei gewesen.

Es war auch gar nicht so leicht, den Sport zu fotografieren. Die Aktionen passieren zwar häufig, aber immer an unterschiedlichen Stellen des Ovals und nur in einem schmalen Bereich konnte ich dann Bilder von vorne machen.

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Die Kamera ist für mich der Schlüssel. Mit ihr öffne ich Türen und betrete das Leben anderer Menschen. Manchmal für Sekunden, manchmal für sehr viel länger. Diese intimen Momente begreife ich als Auszeichnung. Als Chance. Und jeder dieser Augenblicke verändert mich und meine Sichtweise.

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