11 Freunde! Yeah!
Stefan Groenveld

Manchmal lohnt es sich bei einem Fussballspiel seine Augen auch abseits des Spielfeldes zu haben. So geschehen beim Spiel des FC St. Pauli gegen Dynamo Dresden. Und ganz selten muss ein Bilderdiebstahl auch gar nicht schlecht sein. So geschehen bei der Facebook Gruppe “Bürotechnik legalisieren”. Beide Fälle zusammengenommen sorgte für meine zweite Veröffentlichung im Magazin für Fussballkultur “11 Freunde”, aber die erste unter meinem Namen. Aber der Reihe nach…

Bei Spiel Sankt Pauli gegen Dresden sah ich plötzlich auf der Haupttribüne unter der Loge der Bannerwerkstatt das Transparent “Bürotechnik ist kein Verbrechen”, schmunzelte und fotografierte. Kurz danach war das Banner auch weg. Das ist natürlich nichts für eine Zeitung, also habe ich es nicht in die Redaktion geschickt, aber auf meinem Blog gepostet. Eher zufällig fiel es mir dann bei Facebook auf und ich wurde neugierig, wollte wissen, wer da mein Bild “zweitverwertet”. Es gibt doch tatsächlich eine Initiative von Fans des Sechstligisten TeBe Berlin mit der wunderbaren verbalen Verballhornung “Bürotechnik ist kein Verbrechen”. Für die Nichtfussballfans als Leser meines Blogs: die verballhornte Initiative heißt “Pyrotechnik ist kein Verbrechen”. So was finde ich herrlich, weil es auf humorvolle Art auf einen problematischen Umgang miteinander – hier DFB und Fans – aufmerksam macht. Ich mag auch Storch Heinar.

In solchen Fällen bin ich bei Bilddiebstählen – und nichts anderes war die Nutzung meines Bildes durch die Initiative auf Facebook – immer sehr zurückhaltend, denn die Kunst besteht auf beiden Seiten des Bildes: ohne Initiative kein Banner zum Fotografieren, ohne meine Aufmerksamkeit kein Bild vom Banner. Also schrieb einen freundlichen Kommentar wegen des fehlenden Urheberrechtsnachweis – ich bin nämlich wirklich ein Netter, auch wenn YouTube das anders sieht – und sofort kam eine Entschuldigung und der Credit wurde nachgeholt. Alles total relaxed!

Die Überraschung kam dann ein paar Monate später, als ich einen Redakteur von “11 Freunde” am Telefon hatte. Die waren mittlerweile auf die Initiative aufmerksam geworden, führten mit dem Initiator eine Interview und brauchten noch dringend ein Bild. Da brachte der Initiator dann mich ins Spiel. Und so kam mein Foto in das Magazin.

Fazit: ein offenes Auge und Freundlichkeit zahlt sich aus 🙂

4 Bemerkungen
  1. Und ich hab mich beim Lesen des Artikels nur gefragt, wieso die ganze Zeit von TeBe geschrieben, aber dann ein Foto vom Millerntor gezeigt wird.

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