WOW – Teil 32: Peter Hurley
Stefan Groenveld
Wenn Du bei Google Maps mit 5 Sternen in der Bewertung auftauchst, weil Dir 74 von 75 Leute die volle Punktzahl geben, dann hast Du alles richtig gemacht. Peter Hurley ist so jemand. Er hat alles richtig gemacht – und das seit Jahren.

Peter Hurley fotografiert in drei Studios (New York, Los Angeles und Dallas) sogenannte “Headshots” – Portraits vor neutralem Hintergrund. Er macht das nun seit 8 Jahren und hat sicherlich alle mehr oder weniger bekannten Schauspieler vor der Linse gehabt.

Aufmerksam wurde ich auf ihn, weil die fstoppers ihn schon vor einiger Zeit vorgestellt hatten und nun mit ihm eine Video-Session aufgenommen haben. Die gibt es seit Mittwoch (?) und ich habe sie mir gleich nach dem Anschauen des Promovideos gekauft. 4 Stunden lang gibt Peter Hurley da sein Wissen und seine Erfahrung preis.

Was mich dabei vor allem fasziniert ist die Zielstrebigkeit. So hat er ein ziemlich merkwürdiges Lichtsetup, dass es ihm bei aller Variabilität ermöglicht, die Arbeit in der Post (Nachbearbeitung) möglichst niedrig zu halten. Der wunderbare Schein in den Augen, der sonst mühevoll via Photoshop in die Augen retuschiert wird, entsteht so ganz automatisch.

Davon abgesehen, konnte ich in dem Video wirklich viele Posing-Tipps für diese spezielle Art der Portraitfotografie herausfiltern.

4 Bemerkungen
    1. Moin Thomas,

      das kommt sicherlich darauf an, auf welchem Stand du bist. Sein typisches Licht wirst Du sicherlich nur nachbauen, wenn du viele dieser Art Portraits machst. Aber das erleichtert die Nachbearbeitung natürlich immens.

  1. Ich denke mal sein Licht ist nicht das spannende, sondern seine herangehensweise. Technisch saubere Portraits sind nicht so schwierig, da gibt es viele Anleitungen für.
    Schwierig, und das ist Hurleys Stärke, ist es die Leute dazu zu kriegen, interessante Gesichter zu machen.

    Allerdings muss man sich auch vor Augen halten, dass Hurley in erster Linie Leute vor der Kamera hat, für die ein spitzenmässiges Foto einen ganz klaren Wettbewerbsvorteil hat: Ob ein Schauspieler über die erste Auswahl beim Casting rüberkommt entscheidet sehr stark sein Foto.
    Wenn man seine Ergebnisse haben will, muss man (und das Model) auch bereit sein, durchaus viele Stunden an einem Foto zu arbeiten. Bilder zu machen, Bilder zu besprechen, Gesichtsausdrücke zu üben und und und.

    Alles harte Arbeit. Oder anders gesagt: “there is no silver bullet”. Er hat keine Abkürzungen oder Tricks, sondern das ist grundsolide Arbeit, die mit viel Aufwand und Übung verbunden ist.

    Wenn du bereit bist, so viel Arbeit zu investieren, kann dir das Video weiterhelfen. Wenn du aber weißt, dass du nicht vorhast für ein Portrait stundenlang mit dem Modell zu arbeiten, wirst du vermutlich eher weniger aus dem Video ziehen können.

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