Nur ein Unentschieden – Teil 2
Stefan Groenveld
Puh – was für ein Spiel. Ausverkaufte Halle, grandiose Stimmung und ein Spiel, dass Spannung bis zur letzten Sekunde geboten hat. Handball eben. Ich werde immer mehr ein Freund dieses Sports.

Immer wenn die Halle ausverkauft ist und es dadurch auch eine Hintertorbestuhlung gibt, wird es für die Fotografen ganz eng. Sonst bekommt jeder seinen eigenen Stuhl und hat auch genügend Platz sein Equipment auszubreiten. Aber Hintertorbestuhlung für die Zuschauer bedeutet “nummerierte Sitzplätze” für die Fotografen auf einer dieser Schulsportbänke, die Du vielleicht noch aus der Schulzeit kennst. Dicht an dicht sitzt man dann: Laptop auf dem Schoß, eine Kamera im Anschlag, die andere griffbereit. Zwischenzeitlich Bilder auswählen, beschriften und hochladen. Wer da nicht organisiert ist, verliert. Schließlich begann das Spiel erst um 17:30 Uhr und die Zeitungsredakteure wollen ja auch mal Feierabend haben…

Da Handball nie so viel gedruckt wird, war ich natürlich froh, als ich am nächsten Morgen wenigstens eins meiner Bilder in der Zeitung gesehen habe. Kannst Du erraten welches?

5 Bemerkungen
  1. Ich begeistere mich auch immer mehr für diesen Sport. An Einstellung und Teamgeist kann sich so mancher Fussballer ein Beispiel nehmen. Auch fällt dieses ganze “Showgehabe” der Schweinis und Poldis weg, weil solche Spieler beim Handball gleich weggegrätscht werden würden.
    Sehr angenehm …

    Tolle Bilder!

    Viele Grüsse,
    .marc

  2. Wieso ist der Teamgeist bei Handballern ausgeprägter also bei Fußballern? Das würde ich nicht unterstreichen. Ansonsten gäbe es keine Spiele a la Schalke 5:2 in Mailand. – Und was das “Showgehabe” angeht, finde ich auch keinen Anhaltspunkt, weder für Schweini noch für Poldi noch sonst jemand. Die Herren stehen einfach viel mehr in der Öffentlichkeit, da Fußball Volkssport Nr. 1 und die beiden Nationalspieler sind. Man sieht die ja nicht mal mehr in Werbespots (die aufgrund Lukrativität JEDER unterschreiben würde) – was stützt also die angesprochene These?

    1. @Andreas, natürlich ist die Aussage von mir provokant pauschal gehalten. Aber es entspricht dem, was ich in den letzten Jahren bei der Betrachtung beider Sportarten erlebt habe.
      Ich bin Fussballfan von Herzen, habe neben 17 grün-weissen Heimspielen die Mannschaft pro Jahr zu 6-8 Auswärtsfahrten begleitet. Und da habe ich das laue Gefühl bekommen, das die Einstellung der einzelnen Spieler zu Fans und Rest der Umwelt sich verändert hat. Es stehen gefühlt mehr Selbstdarsteller auf dem Platz als früher.
      Das ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme. Es sind Menschen, die teilweise in Ihren jungem Alter unter immensen Druck stehen. Und das ist beim Fussball sicherlich extremer als beim Handball. Ohne Frage.
      Aber es fühlt sich bei mir so an.
      Ich lese auch mit Interesse Sätze von Herrn Hoeness, wo er sich über den Spielplan für Länder- und Pokalspiele äußert.
      In der Aussendarstellung wirkt es aber so, als ob die Handballspieler den Druck von Welt- und Europameisterschaft im Jahreswechsel mit weniger Murren hinnehmen. Und Ihre 8 Spiele in 11 Tagen einfach spielen.
      Ob sich das überhaupt plausibel miteinander vergleichen lässt, weiss ich auch nicht.
      Handball ist Handball, Fussball ist Fussball. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, das der Handballsport kein Platz für Einzeldarsteller lässt.

      .marc

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