Erst kürzlich wurde ich auf dem vor rund zwei Wochen der Öffentlichkeit vorgestellten Kurzfilm von Riley Hooper aufmerksam. In dem auf mehreren Filmfestivals ausgezeichneten knapp 10-minütigen Werk wird eine ab dem Hals querschnittsgelähmte Frau portraitiert: Flo Fox. Sie hatte in den 70ern als Designerin von Mode gearbeitet und Anfang der 70er die Fotografie als Hobby für sich entdeckt.

Von Geburt an konnte sie nur auf einem Auge sehen, was sie eher als Vorteil beim Fotografieren erkannte: so brauchte sie keine dreidimensionale Realität für ein zweidimensionales Bild umdenken – sie sah es ja eh so.

Ihre Karriere als Modedesignerin musste sie aufgeben, da sie an Multiple Sklerose erkrankte. Sie beschränkte sich nun aufs Fotografieren.

Ende der 70er trat sie in mehreren Fernsehshows auf und erläuterte dem staunenden Publikum den Vorteil von Autofokuskameras, deren Einführung damals für sie eine große Erleichterung beim Fotografieren war. Mehrere Ausstellungen und Fotobuchveröffentlichungen folgten.

Mittlerweile ist sie praktisch blind, sitzt im Rollstuhl und vor einigen Jahren wurde bei ihr Lungenkrebs diagnostiziert. Trotz allem geht sie nie ohne Kamera vor die Tür. Sie bittet Dritte, für sie die Kamera zu bedienen und die Fotos zu machen, die sie nun nicht mehr selbst machen kann.

Du darfst eben niemals aufgeben, was du liebst. Sonst gibst du dich auf…

Eine Bemerkung
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Vielleicht magst du auch folgende Beiträge lesen

Inspiration am Sonntag: Daniel Josefsohn

2016 starben schon viele großartige Menschen: gestern hat es auch Daniel Josefsohn…

Tomasz Gudzowaty: Sportfotografie mal anders

Ich habe hier schon ziemlich lange einen wunderbaren Bildband liegen, in den…