Bürotechnik ist kein Verbrechen

Freitag Abend erfahre ich von dem Ergebnis des anderen Hamburger Vereins und von da ab, freute ich mich auf den dreifachen Punktgewinn des magischen FC gegen den Tabellenführer der zweiten Liga aus Freiburg. Es ist diese Saison nämlich so, dass beide Hamburger Vereine – egal wie sehr man sich gegenseitig die Punkte gönnt oder eben nicht – im Gleichschritt durch ihre Ligen marschieren. Gewinnt der eine, folgt der andere. Das gilt auch bei Niederlagen oder Unentschieden. Diesmal habe ich alles auf eine Karte gesetzt und sogar das typische Heimspiel-Gewinn-T-Shirt nicht angezogen. Und so wartete ich gelangweilt am Spielfeldrand auf den entscheidenden Treffer.

Lustige Randnotiz: in der zweiten Halbzeit sitze ich mit der sehr geschätzten Afroh am Freiburger Tor und wir warten auf Ereignisse. Die passieren aber eher vor dem anderen Tor. „Heute ist die Action immer auf der von mir entfernten Seite“, seufzt Antje. Zunächst will ich sie einfach wegschicken. In der 89. Minute geht sie selbst. Ich verabschiede sie mit den Worten „Na, dann fällt hier ja gleich das Tor.“ Der Rest ist Geschichte.

Und noch was für die Abteilung Aberglaube: normalerweise kann ich nur dann Jubelfotos von Sankt Pauli Spielern machen, wenn die hinterher den Vorsprung noch vergeigen. Diesmal nicht. Danke. Der Bann ist dann wenigstens gebrochen.

Was bleibt sonst noch? „Bürotechnik ist kein Verbrechen.“ Und liebe Haupt: es ist das zweite Mal, dass ihr eure eigenen Fans anmeckert. Geht bitte kacken.