Fabian Boll hat gegen Stefan Maierhofer das Nachsehen

Der FC St. Pauli verliert sein Montagabendspiel gegen den 1. FC Köln mit 0:1. Beginnen möchte ich meine Nachbetrachtung mit den positiven Begleiterscheinungen des Spieltages. Genauer: mit meinen Beobachtungen an diesem Montagabend.

Die Mannschaft hat gekämpft. Es war kein schöner Kampf, aber er war sehr st.pauli-like. Und Mitte der zweiten Halbzeit kam im neuen und erstmals mit über 29000 Zuschauern besetzen Millerntor, sowas wie ein Roar auf. Die Stimmung, die das alte Millerntor – also ohne die Prachtbauten im Süden, auf der Haupttribüne und der neuen Gegengerade – ausmachte und die Mannschaft zu so erinnerungswürdigen Schlachten wie 20012 beim Sieg gegen die übermächtigen Bayern beflügelte.

Das war am Montagabend wieder so. Das hätte ich gerne noch länger genossen. Das war nämlich stark und kam sicherlich auch am Spielfeld an. Wenn dann die Mannschaft hin und wieder mal Richtung Tor schiessen würde, wäre das sicherlich für die Stimmung auf den Rängen zuträglich. Aber das haben andere schon so passend notiert.

Ebenfalls toll im neuen Millerntor ist das künstliche Licht. Wahnsinn, wie hell das auf dem Platz sein kann. ISO1600 bei einem Flutlichtspiel! Hammer! Und noch geiler: keine fast zwei Blendenstufen Lichtabfall, wenn ein Spieler an der Eckfahne steht. Das ist wirklich gut. Und ich finde auch, dass das Licht schöne Konturen auf unsere Spieler wirft. Da macht fotografieren wirklich Spaß.

Im Übrigen hat mich das Spiel sehr an das Hinspiel erinnert. Nur, dass diesmal ein gut geschossener Freistoss dazu kam.