Ich arbeite sehr oft mit Systemblitzen. Und ich habe viel ausprobiert. Denn Systemblitze sind super praktisch, weil sie klein und flexibel sind, aber dieser Vorteil ist auch ein Nachteil: die Lichtquelle ist leider nur sehr klein. Kleine Lichtquellen bedeuten hartes Licht. Hartes Licht kann interessant sein, aber bei meinen Aufträgen ist oftmals eher weiches Licht gefragt – gerade bei Hochzeiten, bei einfachen Portraits oder bei älteren Menschen.

Da ich den Komfort der Systemblitze nicht missen möchte, aber auch schnell und einfach weiches Licht benötige, habe ich nach einer entsprechenden Lösung gesucht – und für mich gefunden. Die Ezybox von Lastolite!

Lastolite Ezybox

Die Lastolite Ezybox - zusammengefaltet und im Vergleich mit einem SB-900 Systemblitz von Nikon

Die Ezybox sieht im zusammengefalteten Zustand herrlich unscheinbar aus. In diesem kleinen Paket versteckt sich aber eine 60x60cm große Softbox, die in rund einer Minute zusammengebaut ist. Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch dieses Video an – und bitte entschuldigt die schlechte Bild- und Tonqualität, ich hatte nur ein iPhone für Videoaufnahmen 😉

Die Ezybox wird wie folgt geliefert: Softbox mit silbernen Innenflächen, Diffusortuch innen und aussen, Blitzhalterung. Den Griff, kannst Du in unterschiedlichen Längen dazu kaufen. Selbstverständlich passt die Softbox auch auf jedes Lampenstativ. Die Option die Softbox mit Griff zu nutzen, finde ich aber sehr charmant, denn sie eröffnet sehr flexible Möglichkeiten – wenn Du einen Assistenten an Deiner Seite hast.

Natürlich wollt ihr jetzt auch das Bild sehen, dass ich in dem Video gemacht habe. Bitte schön!

Selbstportrait mit Ezybox - as seen on TV (oder so...)

Übrigens ist die Ezybox auch genauso einfach wieder zusammengebaut. Ich habe sie schon oft auf- und wieder abgebaut und sie macht wirklich einen robusten Eindruck.

Ich möchte euch selbstverständlich auch ein Bild mit einem seriösen Hintergrund zeigen. Dafür bedanke ich mich bei dem geschätzten Sven Wiesner für seine Erlaubnis, das Bild hier zeigen zu dürfen.

Sven Wiesner - ausgeleuchtet mit der Lastolite Ezybox und dem SB-900

Das Bild ist natürlich nachbearbeitet – so stark vignettieren auch Nikon Objektive nicht. Ich denke aber, dass bei einem solchen Beispielbild eher wichtig ist, die Lichtcharakteristik erkennen zu können und welche schöne großen Lichtreflektionen in den Augen entstehen. Die Softbox stand ungefähr einen Meter weit von Sven weg.

Übrigens ist die Lastolite Ezybox nicht besonders preiswert. Die Robustheit und die einfache Handhabung sind mir allerdings den Preis wert.

Und ja, ich weiß, dass es Nachbauten gibt, die nur ungefähr die Hälfte kosten. Ich muss mich aber auf mein Equipment verlassen können und beim Original war ich mir vor dem Kauf sehr sicher, dass es funktioniert – zu viele Profis (z.B. Joe McNally) nutzen und schwärmen von ihr. Das kann ich mittlerweile gut verstehen.

Update: ich habe von einigen Käufern erfahren, dass die Softbox mittlerweile nicht mehr so klein ausgeliefert wird, sondern „nur“ als Dreieck gefaltet. Das ist schade!

Noch’n Update: mittlerweile heißt die Softbox 54×54 ist aber genauso groß wie die 60×60 – Lastolite misst nun anders. Außerdem gibt es eine Joe McNally Version mit weißer Reflektionschicht. Und es gibt nun eine noch größere Softbox mit 76x76cm. Klingt alles gut…